| RISC Software | |
|---|---|
| Rechtsform | GmbH |
| Gründung | 1992 |
| Sitz | Hagenberg im Mühlkreis, Österreich im Softwarepark Hagenberg und an der JKU im OIC |
| Leitung | Wolfgang Freiseisen (Geschäftsführer) |
| Mitarbeiterzahl | 91 (2025) |
| Umsatz | 8,9 Mio. Euro (2025) |
| Branche | Angewandte Forschung, Entwicklung, Consulting |
| Website | risc-software.at |
| Stand: 9. März 2026 | |
Die RISC Software GmbH ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung mit Sitz im Softwarepark Hagenberg in Hagenberg im Mühlkreis. Dabei werden Symbolisches Rechnen, Mathematik und Informatik um anwendungsorientierte Softwarelösungen für die Wirtschaft zu entwickeln. Als Spin-off des Research Institute for Symbolic Computation der Johannes Kepler Universität Linz fungiert die Gesellschaft als zentrale Schnittstelle zwischen akademischer Grundlagenforschung und industrieller Anwendung.
Die Anteile an der Gesellschaft werden von der Johannes Kepler Universität Linz (80 %) und der Upper Austrian Research GmbH (20 %) (Forschungsholding des Landes Oberösterreich) gehalten. Die Kernkompetenzen bündeln sich heute in den Bereichen Industrial AI, Medical AI, Data Intelligence, Industrial Software Applications, B2B Processes sowie Quantum Computing.
Die RISC Software ist eine gemeinwohlorientierte, außeruniversitäre Forschungseinrichtung, und wurde 1992 als anwendungsorientierter Teil des Research Institute for Symbolic Computation der Johannes Kepler Universität Linz von Bruno Buchberger gegründet. Die RISC Software wirkt als Schnittstelle von der Grundlagenforschung zur anwendungsorientierten Forschung. Dabei wird aufbauend auf der universitären Grundlagenforschung durch das Research Institute for Symbolic Computation angewandte Forschung betrieben und in Projekten mit Partnern aus Wirtschaft und Industrie in die Praxis umgesetzt.
Die Gesellschaft ist im Eigentum der Johannes Kepler Universität Linz (80 %) und der Upper Austrian Research GmbH (20 %)(Forschungsholding des Landes Oberösterreich). Innerhalb der strategischen Stärkefelder des Landes Oberösterreich ist das Unternehmen vor allem in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologien, Mechatronik, Life Sciences sowie Logistik und Energie angesiedelt. Das Unternehmen verfügt über ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001. Ein weiterer strategischer Fokus liegt auf den Bereichen Diversity und Frauenförderung. Das Unternehmen verfolgt einen eigenen Gender Equality Plan und engagiert sich in zahlreichen Förderprojekten, um den Frauenanteil in technischen Berufen (MINT) zu erhöhen und die Chancengleichheit in der Forschung zu stärken. Die RISC Software GmbH hat ihren Standort im Softwarepark Hagenberg und ist Mitglied des Unternehmensnetzwerk Softwarepark.
Das Firmenlogo der RISC Software GmbH basiert auf den charakteristischen Pfeilen des Research Institute for Symbolic Computation (RISC). Es wurde vom Institutsgründer Bruno Buchberger entworfen und symbolisiert das Zusammenspiel von Logik und Mathematik als Fundament für Innovationen an der Schnittstelle von Wissenschaft und Wirtschaft.
Die Tätigkeit der RISC Software GmbH ist durch eine enge Verzahnung von Forschung und industrieller Anwendung geprägt. Während rund 30 % der Aktivitäten auf öffentlich geförderte Forschungsprojekte entfallen, machen kundenfinanzierte Projekte für die Wirtschaft etwa 70 % des Projektvolumens aus. Durch diese Struktur wird der direkte Technologietransfer von der wissenschaftlichen Grundlagenforschung in marktfähige Softwareprodukte sichergestellt.
Die RISC Software GmbH ist in vier Bereich gegliedert:
Unter dem Leitbild der „Approved Applied Algorithmic Intelligence“ gliedert das Unternehmen seine Aktivitäten in sechs technologische Fokusbereiche:
In der Forschung kooperiert die RISC Software GmbH zudem eng mit dem JKU-Institut im Bereich der Symbolischen KI, um die Erklärbarkeit und Zuverlässigkeit von KI-Systemen durch mathematische Methoden abzusichern.
Da das Unternehmen laufend an einer Vielzahl von Projekten arbeitet, stellen die nachfolgend aufgeführten Beispiele eine thematische Auswahl der aktuellen Forschungsschwerpunkte dar; eine vollständige Übersicht der bewilligten Vorhaben findet sich in den Projektdatenbanken der jeweiligen Fördergeber oder auf der Firmenwebseite.