Rackertshofen

Rackertshofen
Koordinaten: 48° 50′ N, 11° 23′ OKoordinaten: 48° 49′ 38″ N, 11° 23′ 9″ O
Höhe: 401 m ü. NHN
Postleitzahl: 85080
Vorwahl: 08458
Luftbild (2024)
Luftbild (2024)

Rackertshofen ist ein Weiler und ein Gemeindeteil des Marktes Gaimersheim.

Lage

Rackertshofen liegt nordnordöstlich von Gaimersheim, 2,5 Kilometer von der Ortsmitte entfernt, zwischen Lippertshofen und Wettstetten. 0,3 Kilometer nördlich des Weilers fließt der Manterinbach.

Geschichte

Der Ort wurde im Salbuch von Ludwig dem Bartigen von 1417 als Räkershoven und Rägkershoven genannt, in weiteren Urkunden 1454 Raekershoffen bey Gaimershaim und 1602 deutsch Rackertshofen latinisiert Rudgeri villa. Der Ortsname lässt sich also auf den althochdeutschen Personennamen Radger (Ratger) und die Endung -hofen zurückführen, also „zu den Höfen des Radger“. In den Bairischen Landtafeln von Philipp Apian wurde er 1568 als Räckertzhofen genannt.

1818 wurde einer Kapelle errichtet, die als Baudenkmal geschützt ist. Im 19. Jahrhundert bestand der Weiler aus drei Höfen mit circa 500 Tagwerk Grundbesitz. Ein vierter Hof wurde um 1960 gebaut.

Bevölkerung

Einwohnerentwicklung
JahrEinwohnerWohngebäude
187525
1925293
195026
1961203
197013
198716
Commons: Rackertshofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Joseph Hartmann: Beiträge zur Heimatkunde in Erklärung der Ortsnamen des Stadt- und Landbezirkes Ingolstadt und solcher der nächsten Umgebung auf historischer, geographischer und sprachwissenschaftlicher Grundlage. Ganghofer, Ingolstadt 1902, OCLC 230701003, S. 82 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 20. Januar 2026]).
  2. ↑ Ortsnamen. In: Sammelblatt des Historischen Vereines für Ingolstadt und Umgebung. Nr. 29. Ganghofer, Ingolstadt 1905, S. 25–26, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00005166-8.
  3. ↑ Philipp Apian: Die Neündt Landtafel. In: Bairische Landtaflen. Ingolstadt 1568, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00015529-4.
  4. ↑ Kapelle. In: Denkmalatlas. Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, abgerufen am 17. Januar 2026.
  5. ↑ Josef Beck: Bekanntmachung. In: Augsburger Abendzeitung. Nr. 228. Wirth, 18. August 1875, ZDB-ID 821116-4, S. 7, urn:nbn:de:bvb:12-bsb11308396-9.
  6. ↑ Markt Gaimersheim – Geschichte, Gemeinschaft und Lebensqualität im Herzen Bayerns. Donaukurier, 11. September 2025, abgerufen am 17. Januar 2026.
  7. ↑ Königlich-Bayerisches Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1877, OCLC 630857339, Sp. 123, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4.
  8. ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Nr. 109). J. Lindauersche Universitätsbuchhandlung (Schöpping), München 1928, Sp. 137, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052487-9.
  9. 1 2 3 Rackertshofen in der Ortsdatenbank von bavarikon.
  10. ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Nr. 260). München 1064, DNB 129855053X, Sp. 105, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00059538-7.