Rackith Stadt Kemberg | |
|---|---|
| Koordinaten: | 51° 48′ N, 12° 41′ O |
| Höhe: | 67 m ü. NHN |
| Fläche: | 18,99 km² |
| Einwohner: | 310 (2013) |
| Bevölkerungsdichte: | 16 Einwohner/km² |
| Eingemeindung: | 1. Januar 2010 |
| Postleitzahl: | 06901 |
| Vorwahl: | 034927 |

Rackith ist ein Ortsteil der Stadt Kemberg im Landkreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt.
Rackith liegt ca. 12 km südöstlich von Lutherstadt Wittenberg.
Zum Ortsteil gehört die kleine Ansiedlung Lammsdorfer Ziegelei.
1004 wurde Rackith erstmals urkundlich erwähnt. Aus einem schon im 11. Jahrhundert bezeugten Burgward entwickelte sich das spätere Rittergut Rackith. Dieses Gut war lange in Besitz, schon vor 1700, der Familie von Witzleben und gehörte als Gemeinde zum alten Amt Wittenberg des Kurfürstentums Sachsen.
Zuletzt besaß die uradelige Familie von Schlieben Gut Rackith, zuerst vertreten durch den Sohn des Wilhelm von Schlieben-Oderin (1753–1819) aus Jetsch bei Golßen und der Eva von Karras-Krossen (1755–1811), Friedrich (Friedrich August) von Schlieben-Oderin (1780–1863) seine Ehefrau wurde Emilie von Leubnitz (1793–1874). Ihnen folgte der Deichhauptmann Moritz von Schlieben (1835–1908), Ehefrau Elisabeth von Kracht (1845–1925), Tochter des Kommandanten der Festung Wittenberg. Letzter Gutsbesitzer war dann Oberstleutnant Hans von Schlieben (1875–1962) und Frau Gertrud geb. Ohrtmann (1883–1958), deren Vater Vorsitzender des Kali-Syndikats sowie Geheimer Kommerzienrat war. Das Rittgergut Rackith samt Vorwerk Lochau, verpachtet an Familie Töpfer, beinhaltete um 1922 genau eine Fläche von 301 ha. Die Gutsbesitzerfamilie ging nach der Enteignung 1945/1945 ins Rheinland.
Am 20. Juli 1950 wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Bietegast und Lammsdorf als Ortsteile eingegliedert.
Am 1. Januar 2010 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Rackith zusammen mit den Gemeinden Dabrun, Eutzsch, Radis, Rotta, Schleesen, Selbitz, Uthausen und Wartenburg in die Stadt Kemberg eingemeindet. Gleichzeitig wurde die Verwaltungsgemeinschaft Kemberg, zu der Rackith gehörte, aufgelöst.
Verkehr
Die Bundesstraße 182, die Wittenberg und Torgau verbindet, führt direkt am Ortsteil vorbei. Die eingleisige Bahnstrecke Pratau–Torgau mit den Haltepunkten Rackith (Elbe) und Rackith Süd ist seit 2014 stillgelegt. Im Sommer 2016 und 2017 verkehrten auf der Strecke an den Wochenenden wieder Reisezüge der Heide-Bahn bis nach Eilenburg.