Rainer ist ein männlicher Vorname.
Der Name Rainer wird gedeutet als „(göttlicher) Rat der Heerscharen“, „Heeresberater“ oder „Volksberater“ Herkunft aus dem Althochdeutschen (ragin=der Rat, der Beschluss; heri=das Heer, der Krieger); vergleiche auch Regina, Regierung.
Anfang des 20. Jahrhunderts war der Name Rainer in Deutschland kaum bekannt. Seine Beliebtheit stieg Ende der zwanziger Jahre und erlebte gegen Ende der Dreißiger einen weiteren Schub. In den vierziger und fünfziger Jahren war der Name einige Male unter den zehn meistvergebenen Jungennamen. Danach ging seine Verbreitung zunächst etwas, in den achtziger Jahren stark zurück. Von 2010 bis 2021 wurde er etwa 60 Mal vergeben. Rainer gehörte in Österreich von 1984 bis Mitte der 1990er Jahre zu den beliebten Namen, seitdem ist seine Vergabe rückläufig. In der Schweiz zählte der Name von 1930 bis 1938 zu den populären Jungennamen. Zwischen den 1950er und 1970er Jahren war er mäßig beliebt, danach ließ seine Popularität nach.
Der Name kommt in den skandinavischen Ländern Dänemark und Norwegen recht selten vor, dahingegen ist er in Schweden beliebter.
In Frankreich und Tschechien wurde der Name in den 1940er Jahren kurzzeitig vergeben.
Außerdem ist seine Vergabe in England, Schottland und Kanada nachgewiesen. In den USA wird Rainer seit Mitte der 1950er Jahre fast alljährlich vergeben, seit Ende der 1980er Jahre sinkt jedoch seine Beliebtheit. Zwischen 1930 und 2022 wurde der Name circa 1200 Mal bei der Vergabe berücksichtigt.
Rainer als Familienname ist vor allem in Westösterreich und Bayern verbreitet. Es handelt sich dabei um einen der im bairischen Sprachraum weit verbreiteten Wohnstättennamen, der sich von dem Wort Rain (wie in Feldrain oder Anrainer) ableitet, also etymologisch einen ganz anderen Ursprung als der Vorname hat.
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