Rainer Pudill

Rainer Pudill (* 1942) ist ein deutscher Numismatiker.

Werdegang

Rainer Pudill studierte Chemie an der Universität Mainz und promovierte 1971 mit einer Dissertation über die Synthese und Reaktionen bestimmter Lactame und Cyclopeptide. In seinem Berufsleben war er zuletzt als Geschäftsführer eines Unternehmens der Versorgungs- und Entsorgungswirtschaft in Nordrhein-Westfalen und als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Umweltfragen tätig.

Numismatik

Pudill interessierte sich bereits als Jugendlicher für Alte Geschichte und antike Numismatik. Im Ruhestand nahm er an der Universität Düsseldorf ein Studium der Alten Geschichte bei Anthony R. Birley und Bruno Bleckmann und der Kunstgeschichte bei Hans Körner auf. Er schloss dieses Studium 2005 mit seiner Magisterarbeit Hadrians Besuch in Ägypten 130/131 unter Berücksichtigung numismatischer Quellen ab.

Pudill veröffentlichte neben Aufsätzen zu verschiedenen Themen in numismatischen Zeitschriften mehrere Monografien zur antiken Numismatik. Der Schwerpunkt seiner Arbeit sind die unter Hadrian nach dem Tod seines Günstlings und mutmaßlichen Geliebten Antinoos im Jahr 130 ausgegebenen römischen Münzen. Dabei legt er sein Augenmerk besonders auf die kultur- und religionsgeschichtliche Aussage der Darstellungen und ihre Rolle bei der von Hadrian initiierten kultischen Verehrung Antinoos’.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 Rainer Pudill, Autorenseite des Battenberg Gietl Verlags, abgerufen am 31. Oktober 2018.
  2. ↑ Ursula Kampmann: Ein neues Buch zu Antinoos. In: MünzenWoche vom 12. Februar 2015 (Rezension zu: Antinoos. Münzen und Medaillons), abgerufen am 31. Oktober 2018.
Personendaten
NAME Pudill, Rainer
KURZBESCHREIBUNG deutscher Numismatiker
GEBURTSDATUM 1942