Rainer Zille
Leben
Rainer Zille absolvierte eine Lehre als Destillateur und war als Forstarbeiter tätig. Von 1967 bis 1972 studierte er Malerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Gerhard Kettner , Herbert Kunze und Franz Tippel . Ab 1972 war er freischaffend in Dresden tätig. Ab 1974 hatte er als einer der ersten Absolventen einen Fördervertrag mit der Wismut AG . Gemeinsam mit seinen Malerfreunden Helge Leiberg , Joachim Böttcher , Stefan Plenkers , Veit Hofmann und anderen bestimmte Zille das Bild der Dresdner Kunst in den 1970er Jahren maßgeblich mit.
Wichtige Stationen waren die Pleinairs in Mecklenburg und an der Ostseeküste sowie Studienreisen nach Polen, Bulgarien und die UdSSR . 1990 bot sich ihm die Gelegenheit für einen vierteljährigen Aufenthalt in Columbus (Ohio) , der Partnerstadt Dresdens. Diese Zeit, die er gemeinsam mit Plenkers und Hofmann verbrachte, hat sein weiteres Schaffen stark beeinflusst.
2003 erhielt er den Bautzener Kunstpreis. Im Jahr 2004 übersiedelte er nach Saaldorf.
Fotografische Darstellung Zilles
Museen und öffentliche Sammlungen mit Werken Zilles (unvollständig)
Weitere Werkbeispiele
Druckgrafik und Zeichnung
Weltfestspiele (1974; Radierung ; 30 × 40 cm)
Papierfabrik Weissenborn (1984; Aquarell , 49,5 × 62,5 cm; auf der X. Kunstausstellung der DDR)
Ausstellungen (unvollständig)
Einzelausstellungen
1980: Galerie Nord, Dresden (Aquarelle, Malerei, Zeichnungen)
1981: Galerie Mitte, Berlin
1982: Galerie West, Dresden (Aquarelle, Guaschen, Zeichnungen)
1984: Heinrich-Mann-Klub, Rostock
1985: Galerie im Schönhof, Görlitz, und Galerie Im Alten Museum, Berlin (Malerei, Zeichnungen, Grafik)
1985: Galerie Nord, Dresden (Malerei, Grafik)
1986: Kulturbundgalerie, Erfurt
1988: Galerie am Markt, Lobenstein
1989: Burg-Galerie, Beeskow
1991: Neue Dresdener Galerie, Dresden
1994: Alte Kachelofenfabrik, Neustrelitz („Homo Ludens“; mit Veit Hofmann und Otto Sander Tischbein)
1995: Dresdner Bank, Düsseldorf
1997: Galerie Eva Blobel, Cottbus
1998: Gerd Mackensen , Otto Sander, Claus Weidensdorfer , Rainer Zille – Galerie Beethovenstraße, Düsseldorf
2003: Galerie Beyer, Dresden
2007: Galerie Beyer, Dresden (Malerei und Arbeiten auf Papier)
2009: „Ohne Uns!“ – zur Kunst & alternative Kultur in Dresden vor und nach ’89, Prager Spitze, Dresden
2010: Leonhardi-Museum , Dresden
2024/25: Kulturhistorisches Museum Schloss Merseburg
2025: Galerie Kunstgehäuse, Dresden
Ausstellungsbeteiligungen in der DDR (Auswahl)
1974, 1979, 1985: Dresden, Bezirkskunstausstellungen
1976, 1978, 1980: Frankfurt/Oder, Sport- und Ausstellungszentrum („Junge Künstler der DDR “)
1982/1983, 1987/1988: Dresden, IX. und X. Kunstausstellung der DDR
1984, 1986, 1989: Berlin u. a. („100 ausgewählte Grafiken “)
1985: Cottbus, Staatliche Kunstsammlungen („Zeichnungen in der Kunst der DDR. 1974–1984“)
1986: Magdeburg, Kloster Unser Lieben Frauen („Grafik in den Kämpfen unserer Tage“)
1989: Berlin, Akademie-Galerie im Marstall („Bauleute und ihre Werke. Widerspiegelungen in der bildenden Kunst der DDR“)
Literatur
Gerd Söder: Zwischen Dreißig und Vierzig. Zum Schaffen der Dresdner Künstler Veit Hofmann, Rainer Zille und Stefan Plenkers. In: Bildende Kunst. 28, H. 9, 1980, ISSN 0006-2391 , S. 455–458.
Matthias Flügge , Thomas Rosenlöcher u. a.: Rainer Zille. Malerei und Arbeiten auf Papier. Edition Beyer, Dresden 2007, ISBN 978-3-938892-02-2 (Ausstellungskatalog, Dresden, Galerie Beyer, 2. Juni 2007 bis 6. Juli 2007).
Zille, Rainer. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR . Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9 , S. 1070/1071
Einzelnachweise
↑ Rudolf Boch , Rainer Karlsch : Uranbergbau im Kalten Krieg . Ch. Links Verlag, Berlin, 2011, S. 618
↑ Matthias Creutziger: Rainer Zille : Portrait des Künstlers Rainer Zille. 2000, abgerufen am 26. Oktober 2026 .
↑ Frank Höhler: Rainer Zille, Maler und Grafiker. 2004, abgerufen am 26. Oktober 2026 .
↑ Plattenwerk. Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin, abgerufen am 26. Oktober 2026 .
1 2 Rainer Zille. SKD | Online Collection, abgerufen am 27. Oktober 2026 .
↑ Zille, Rainer: Weltfestspiele. Radierung; 30 x 40 cm. 1974. Chemnitz: Kunstarchiv der Wismut AG 80114530-550. deutschefotothek.de, abgerufen am 27. Oktober 2026 .