Mannersdorf an der Rabnitz

Mannersdorf an der Rabnitz
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Mannersdorf an der Rabnitz
Mannersdorf an der Rabnitz (Österreich)
Mannersdorf an der Rabnitz (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Burgenland Burgenland
Politischer Bezirk: Oberpullendorf
Kfz-Kennzeichen: OP
Fläche: 38,42 km²
Koordinaten: 47° 26′ N, 16° 32′ OKoordinaten: 47° 25′ 44″ N, 16° 31′ 40″ O
Höhe: 245 m ü. A.
Einwohner: 1.754 (1. Jän. 2026)
Bevölkerungsdichte: 46 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 7443, 7444
Vorwahl: 02611
Gemeindekennziffer: 1 08 11
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Hauptstraße 68
7444 Mannersdorf an der Rabnitz
Website: https://www.mannersdorf-adr.at/
Politik
Bürgermeister: Martin Reiter (SPÖ)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2022)
(21 Mitglieder)
11
10
11 10 
Insgesamt 21 Sitze
  • SPÖ: 11
  • BLVP: 10
Lage von Mannersdorf an der Rabnitz im Bezirk Oberpullendorf
Lage der Gemeinde Mannersdorf an der Rabnitz im Bezirk Oberpullendorf (anklickbare Karte)DeutschkreutzDraßmarktFrankenau-UnterpullendorfGroßwarasdorfHoritschonKaisersdorfKobersdorfLackenbachLackendorfLockenhausLutzmannsburgMannersdorf an der RabnitzMarkt Sankt MartinNeckenmarktNeutalNikitschOberloisdorfOberpullendorfPilgersdorfPiringsdorfRaidingRitzing (Burgenland)Steinberg-DörflStoobUnterfrauenhaidUnterrabnitz-SchwendgrabenWeingrabenWeppersdorfBurgenland
Lage der Gemeinde Mannersdorf an der Rabnitz im Bezirk Oberpullendorf (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
BW
Mannersdorf (rechts) um 1880 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

Mannersdorf an der Rabnitz (ungarisch Répcekethely, Kethely; kroatisch Malištrof) ist eine Gemeinde mit 1754 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026) im Bezirk Oberpullendorf, Burgenland, Österreich.

Geografie

Geografische Lage

Die Gemeinde liegt im Mittelburgenland an den Ausläufern des Günser Gebirges an der Grenze zum Nachbarstaat Ungarn.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende fünf Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2026):

Die Gemeinde besteht aus vier Katastralgemeinden (Fläche Stand 31. Dezember 2023):

Deutscher Ortsname Ungarischer Ortsname Kroatischer Ortsname
KlostermarienbergBorsmonostorKloštar
LiebingRendek-
Mannersdorf an der RabnitzKéthelyMalištrof
RattersdorfRötfalvaRatištrof
UnterloisdorfAlsólászlóDolnji Loštrof

Nachbargemeinden

Oberloisdorf
Lockenhaus Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Frankenau-Unterpullendorf
Ungarn

Geschichte

Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.

Später unter den Römern lag das heutige Mannersdorf dann in der Provinz Pannonia. Mannersdorf liegt an der römischen Bernsteinstraße.

2014 wurden bei archäologischen Untersuchungen im Vorfeld des Baus der B61a in der Katastralgemeinde Unterloisdorf prähistorische Siedlungsreste sowie eine kleine römische Nekropole freigelegt. Die 30 Brand- und Körperbestattungen datieren in die Römische Kaiserzeit sowie in die spätrömische Epoche.

Zum Gemeindegebiet gehört auch das Kloster Marienberg, eine 1197 gegründete Zisterzienserabtei.

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Répczekethely verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen „Deutsch-Westungarn“ in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Hauptort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland, die Orte Rattersdorf und Liebing erst seit einer Grenzanpassung 1923.

Bevölkerungsentwicklung

Mannersdorf an der Rabnitz: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026
Jahr  Einwohner
1869
  
2.819
1880
  
2.967
1890
  
2.894
1900
  
2.851
1910
  
2.951
1923
  
2.948
1934
  
2.836
1939
  
2.617
1951
  
2.565
1961
  
2.394
1971
  
2.281
1981
  
2.128
1991
  
2.013
2001
  
1.939
2011
  
1.809
2021
  
1.787
2026
  
1.754
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Seit 1910 sinkt die Bevölkerung. 2025 lebten nur noch 1783 Menschen in Mannersdorf an der Rabnitz.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Klostermarienberg
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Mannersdorf an der Rabnitz

Wirtschaft und Infrastruktur

Im Jahr 1999 gab es 95 landwirtschaftliche Betriebe, davon waren sechs Haupterwerbsbetriebe, zehn wurden von juristischen Personen geführt und 79 waren Nebenerwerbsbetriebe. Bis 2010 verdoppelte sich die Zahl der Haupterwerbsbetriebe auf zwölf, zwölf wurden von juristischen Personen oder Personengemeinschaften geführt und 26 im Nebenerwerb bearbeitet.

Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige 2)
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 50 95 29 22
Produktion 13 8 38 38
Dienstleistung 63 43 112 167

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999 , 2) Erwerbstätige am Arbeitsort

Erwerbstätige, Pendler

Von den 804 Erwerbstätigen, die in Mannersdorf wohnen, arbeiten 129 in der eigenen Gemeinde, 675 pendeln in andere Gemeinden aus. Fünfzig Personen pendeln aus anderen Gemeinden ein (Stand 2011).

Bildung

In der Gemeinde gibt es drei Kindergärten und zwei Volksschulen, eine in Mannersdorf und eine in Rattersdorf.

Verkehr

Seit 2017 führt die Verlängerung der Burgenland Schnellstraße S31 als Pullendorfer Straße B61a bis Rattersdorf.

Sport

1961 wurde der Sportverein Mannersdorf gegründet. Der Sportplatz wurde von der Gemeinde zur Verfügung gestellt. Mit der Aufnahme in den Dachverband Österreichische Turn- und Sportunion im gleichen Jahr wurde der Verein in UFC Mannersdorf umbenannt. Die Vereinsfarben sind blau/weiß. Der UFC spielte die Saison 1993/94 in der höchsten Spielklasse des Burgenlandes, der Landesliga. Nach einem Abstieg bis in die 1. Klasse spielte man seit der Saison 2004/05 wieder in der 2. Liga Mitte. Doch nach vielen Abgängen von starken Spielern, spielt man seit der Saison 2006/07 wieder in der 1. Klasse Mitte. 2019/20 spielte die Mannschaft in der 2. Klasse Mitte.

Politik

Gemeindeamt Mannersdorf an der Rabnitz

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 21 Mitglieder.

Bürgermeister seit Bildung der Großgemeinde

Persönlichkeiten

In Mannersdorf geboren

Mit Mannersdorf verbunden

Commons: Mannersdorf an der Rabnitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Erwin Schranz (Hrsg.): Orts-, Fluss- und Flurnamen im burgenländisch-pannonischen Raum. Burgenländisch-Hianzische Gesellschaft, Oberschützen 2008, S. 85.
  2. ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2026 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2026), (ODS, 500 KB)
  3. ↑ Regionalinformation 31.12.2023.zip, bev.gv.at (1.119 kB, 0003450398_100_Verwaltungseinheiten_KG_2023.csv); abgerufen am 20. Jänner 2025
  4. ↑ Ungarische Ortsnamen Sammlung aller ungarischen Ortsnamen in ehemaligen ungarischen Gebieten, abgerufen am 9. August 2014.
  5. ↑ Kroatische Ortsnamen (Memento vom 1. April 2010 im Internet Archive) Sammlung aller kroatischen Ortsnamen im Burgenland, abgerufen am 9. August 2014.
  6. ↑ Christian Uchann: Sensationsfund in Unterloisdorf – Eisenstadt. In: meinbezirk.at. 19. August 2014, abgerufen am 25. Februar 2024.
  7. ↑ Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 5. September 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  8. ↑ Robin Dürr: »Symbols of power« im (spät)römischen Gräberfeld von Unterloisdorf (Bez. Oberpullendorf/A). In: Archäologisches Korrespondenzblatt. Band 48, 2018, S. 229–240 (online).
  9. ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Mannersdorf an der Rabnitz, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 25. Oktober 2020.
  10. ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Mannersdorf an der Rabnitz, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 25. Oktober 2020.
  11. ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Mannersdorf an der Rabnitz, Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 25. Oktober 2020.
  12. ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Mannersdorf an der Rabnitz, Berufspendler. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 25. November 2020.
  13. ↑ Bildung | Gemeinde Mannersdorf. Abgerufen am 25. Oktober 2020 (deutsch).
  14. ↑ S31-Verlängerung offiziell eröffnet. 17. Juli 2017, abgerufen am 25. Oktober 2020.
  15. ↑ https://vereine.fussballoesterreich.at/UfcMannersdorf/Mannschaften/Saison-2019-20/KM/Tabellen
  16. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2002 in Mannersdorf an der Rabnitz. Amt der Burgenländischen Landesregierung, 21. Oktober 2002, abgerufen am 2. Oktober 2026.
  17. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2007 in Mannersdorf an der Rabnitz. Amt der Burgenländischen Landesregierung, 21. Oktober 2007, abgerufen am 2. Oktober 2026.
  18. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2012 in Mannersdorf an der Rabnitz. Amt der Burgenländischen Landesregierung, 4. November 2012, abgerufen am 2. Oktober 2026.
  19. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2017 in Mannersdorf an der Rabnitz. Amt der Burgenländischen Landesregierung, 29. Oktober 2017, abgerufen am 2. Oktober 2026.
  20. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2022 in Mannersdorf an der Rabnitz. Amt der Burgenländischen Landesregierung, 2. Oktober 2022, abgerufen am 2. Oktober 2026.