Raymond-Syndrom

Klassifikation nach ICD-10
G46.3 Hirnstammsyndrom
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)

Das Raymond-Syndrom ist eine sehr seltene Erkrankung aufgrund einer Hirnschädigung in der mittleren vorderen Brücke (Pons) mit den Hauptmerkmalen halbseitige Abduzensparese (Gesichtsnervenlähmung) kombiniert mit Halbseitenlähmung Hemiparese der Gegenseite.

Synonyme: Hemiplegia alternans abducens; Kaudales Brücken-Syndrom

Die Erkrankung ist nicht zu verwechseln mit dem Raymond-Céstan-Syndrom, einer Kombination von Ataxie, Intentionstremor und Lähmung der Kaumuskulatur auf einer Seite.

Die Bezeichnung bezieht sich auf die Erstbeschreibung aus dem Jahre 1896 durch den französischen Neurologen Fulgence Raymond.

Einteilung

Es kann zwischen der Klassischen Form mit Beteiligung der kortikofazialen Bahnen und der Allgemeinen Form ohne diese Beteiligung unterschieden werden.

Differentialdiagnose

Abzugrenzen sind unter anderem das Foville-Syndrom und das Millard-Gubler-Syndrom.

Therapie

Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache.

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 Bernfried Leiber (Begründer): Die klinischen Syndrome. Syndrome, Sequenzen und Symptomenkomplexe. Hrsg.: G. Burg, J. Kunze, D. Pongratz, P. G. Scheurlen, A. Schinzel, J. Spranger. 7., völlig neu bearb. Auflage. Band 2: Symptome. Urban & Schwarzenberg, München u. a. 1990, ISBN 3-541-01727-9.
  2. ↑ Radiopaedia
  3. ↑ F. Raymond: Leçons Sur Les Maladies Nerveuses. 1894–1895. Paris, 1896, S. 365–383.
  4. ↑ N. G. Zaorsky, J. J. Luo: A case of classic raymond syndrome. In: Case reports in neurological medicine. Band 2012, 2012, S. 583123, doi:10.1155/2012/583123, PMID 22934209, PMC 3423663 (freier Volltext).