RedHack (Kızıl Hackerlar, Kızıl Hackerlar Birliği) ist eine marxistisch-leninistisch orientierte Hacker-Gruppe in der Türkei, die im Jahr 1997 gegründet wurde. Die Gruppe besteht aus zwölf Mitgliedern. Als Gründer gilt ein Hacker mit dem Synonym MaNYaK. RedHack ist die erste und einzige Hacker-Gruppe, die als Terror-Organisation angesehen wird. RedHack hackte laut Selbstdarstellung bereits Institutionen wie den Hochschulrat, die türkische Polizei, das türkische Militär, den Telekommunikationskonzern Türk Telekom, den türkischen Geheimdienst MİT und viele weitere.
Im Sommer 2013 führte der TV-Sender Halk TV ein mehrstündiges Interview über Skype mit einem Mitglied der Gruppe.
Am 23. März 2012 wurden 7 von 17 verdächtigten Menschen durch die Operation des Ankara-Generalstaatsanwaltes im RedHack-Verfahren festgenommen. RedHack erklärte, dass keiner der Festgenommenen Verbindung mit RedHack hatte.
Am 5. Juli 2012 stellte der in dem Fall RedHack ermittelnde Staatsanwalt den Antrag, die Gruppe RedHack als eine „bewaffnete separatistische Terrororganisation“ gelten zu lassen.
Am 8. Oktober 2012 wurde der Antrag vom 5. Juli angenommen. Der Staatsanwalt forderte für die mutmaßlichen RedHack-Mitglieder eine Haftstrafe von etwa 8,5 bis 24 Jahren. Es gab noch drei Studenten, die inhaftiert waren, nachdem vier von den zuvor sieben festgenommenen freigelassen worden waren.
Der Fall wurde dann auf den 26. November 2012 verschoben. Am 26. November 2012 wurden die letzten mutmaßlichen RedHack-Mitglieder freigelassen.
Das Gericht vertagte den Termin auf den 26. Februar 2013. Am 26. Februar 2013 verschob das Gericht den Fall erneut, auf den 3. Juni 2013. Der Grund dafür war, dass die Oberrichter immer noch auf der Suche nach IT-Experten waren, die für den RedHack-Fall notwendig waren.
Am 9. Mai 2013 erklärte der stellvertretende Generalstaatsanwalt in Ankara bezüglich des Anti-Terror-Gesetzes, dass die Angriffe von RedHack keine Gewalttaten waren und dass somit RedHack nicht als eine Terror-Organisation einzustufen sei. Der Fall wurde an die Cyber-Kriminalabteilung abgegeben.
Am 17. Februar 2017 wurde der deutsch-türkische Journalist Deniz Yücel festgenommen. Nachdem Yücel zwei Artikel zu einer gehackten E-Mail des Kollektives verfasst hatte, warf man ihm die Mitgliedschaft bei RedHack, Datenmissbrauch und Terrorpropaganda vor.