
Regards ist eine 1932 gegründete Zeitschrift in Frankreich. Sie steht politisch links.
Im Januar 1932 erschien die erste Ausgabe der Monatszeitschrift Regards sur le monde du travail mit Fotografien und Zeichnungen. Die Zeitschrift war ein Organ der Internationalen Arbeiterhilfe mit Sitz in Berlin, das nach 25 Ausgaben infolge der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus in Deutschland eingestellt wurde. Die Monatszeitschrift stützte sich auf die Amateurs photographes ouvriers, eine internationale Organisation, die vom deutschen kommunistischen Abgeordneten Willi Münzenberg ins Leben gerufen wurde (Union der Arbeiterfotografen Deutschlands). Darüber hinaus druckte die Monatszeitschrift Karikaturen aus Zeitungen ab, die einen Bezug zur kommunistischen Illustriertenpresse hatten, darunter die Arbeiter-Illustrierte-Zeitung.
Das Konzept wurde von dem Filmkritiker und -theoretiker Léon Moussinac, übernommen, der die Zeitschrift im September 1933 einfach in Regards umbenannte – eine Wochenzeitschrift, deren damalige Ausgabe die Nummer 26 trug. Sie erschien jeden Donnerstag zum Preis von einem Franc. Der Maler Édouard Pignon kümmerte sich um das Layout. Mit dabei waren die Fotografen und Fotojournalisten der 1930er Jahre: Robert Capa und Henri Cartier-Bresson, aber auch Gerda Taro, David Seymour und Willy Ronis.
1936 wurde Pierre Unik Chefredakteur und der deutsche Karikaturist Max Lingner stieß zum Team. Das Blatt wurde nach dem Deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt verboten.
Nach der Befreiung erschien die Zeitschrift wieder und konzentrierte sich bald auf die Algerien-Berichterstattung, wofür vor allem die Autoren Pierre Courtade und Madeleine Riffaud standen.
Finanzielle Schwierigkeiten führten 1960 zur Einstellung der Zeitung.
Die Kommunistische Partei Frankreichs legte die Zeitung 1995 anlässlich des Präsidentschaftswahlkampfs wieder auf. Nach deren Insolvenz übernahmen die Mitarbeiter 2003 das Blatt. 2010 konnte Regards lediglich durch eine Spendenaktion vor einer weiteren Insolvenz gerettet werden. 2012 wurde die Print-Ausgabe auf eine vierteljährliche Erscheinungsweise umgestellt, während die Online-Ausgabe auch aktuelle Meldungen enthält.