
Die Regenbogenfabrik Berlin ist ein am 14. März 1981 gegründetes Alternativprojekt der Hausbesetzer der 1980er Jahre in Berlin-Kreuzberg und begann als Zusammenschluss verschiedener Projektgruppen und Werkstätten. Nach der Legalisierung der Besetzung etablierte sich die Regenbogenfabrik als Kinder-, Kultur- und Nachbarschaftszentrum sowie als Hostel.
Die Regenbogenfabrik befindet sich im Hof der Lausitzer Straße 22, nahe des Görlitzer Parks, im östlichen Teil des Stadtbezirks Kreuzberg im Bereich SO 36, zwischen der Wiener Straße im Norden und dem Landwehrkanal im Süden.
Gelände und Gebäude umfassen ca. 1.300 m² Nutzfläche und 900 m² Freifläche. Der Wohnbereich im Nebenhaus Lausitzer Straße 23 wird als Genossenschaft verwaltet. Die Fabrik ist als Verein organisiert.
Die Gruppe der Besetzer sah sich als Teil der Berliner Hausbesetzerbewegung und engagierte sich im Besetzerrat, in Arbeitsgruppen im ‚Kiez‘ der Reichenberger Straße und nahm an bezirksübergreifenden Veranstaltungen und Demonstrationen teil. Aus anfänglichen Arbeitsgruppen etwa für Bauarbeiten, Kinderbetreuung, Verhandlungen mit Behörden oder Öffentlichkeitsarbeiten entstanden feste Einrichtungen. Die Gruppe organisierte sich egalitär mit gleichen Mitspracherechten für alle Mitglieder und Entscheidungsfindung im Konsens.
2012 wurde das Gebäude an ein Familienunternehmen verkauft, dieses bot das Haus zum Kauf an. Die SelbstBau e.G. erwarb in Kooperation mit der Stiftung trias Grund und Boden und schloss einen Erbbaurechtsvertrag. Auf den vier Etagen leben 35 Menschen.
Seit 2012 besteht ein 30-jähriger Erbbaurechtsvertrag zwischen der Regenbogenfabrik und dem Bezirk Kreuzberg. Der Berliner Senat hatte das Gelände gekauft und dem Bezirk übergeben.

Holzwerkstatt „Die Werkstatt wurde als Selbsthilfe-Projekt schon unmittelbar nach der Besetzung im Zusammenhang mit dem ‚Bautrupp‘ eingerichtet, als die Reparatur der Gebäude und Anlagen eine der dringlichsten Aufgaben war. Ein Neuanfang war 1988 erfolgt, als nach Auflösung der Improvisationsphase eine Tischlerinnen-Gruppe entstand. Die Gruppe arbeitet eigenständig, doch blieb sie Teil der Fabrik und auch zuständig für Ausbauarbeiten und Reparaturen.“ (Festschrift zur Tischlerei – Die Tischlerinnen, S. 46 f.)
Fahrradwerkstatt

Die zunächst als ‚Szene-Kollektiv‘ entstandene Handwerkergruppe brachte sich 1982 als Fahrradwerkstatt ins Berliner Stadtgespräch: Der Berliner Senat verkaufte auf Sammelbestellung originalverpackte, doch noch nicht zusammengesetzte Fahrräder, die für Krisenzeiten eingelagert worden waren. Der Verein SO 36 orderte 1.250 Räder, „man tat sich mit den Besetzern aus der Lausitzer Straße zusammen […] und damit war (… die Regenbogenfabrik) der größte Fahrradumschlagplatz Berlins geworden.“
Die Werkstatt hat seitdem Ausstattung und Werkzeug ausgebaut. Angeboten werden Kurse zur Fahrradtechnik, Hilfe bei Eigenarbeit und der Verleih von Fahrrädern.
Küche & Kantine Da die ehemalige Fabrik eine Einrichtung zur Versorgung der Arbeiter und Arbeiterinnen besaß, bot sich deren Fortführung zur Selbstversorgung der Besetzer an. Dabei gab es auch die Idee zu einer „Kiezküche“, um dem verarmten Bewohnerumfeld eine preiswerte und qualitätsbewusste Beköstigung anzubieten. In der Folge „wurden die Stellen über ABM, SAM und Sozialamt gefördert. Dazu kamen Ersatzdienstleistende und PraktikantInnen.“ Zuerst standen Tische und Bänke für die Gäste im Hof, im Winter musste improvisiert werden. Zur Küche wurde im Mai 2000 die Kantine im Erdgeschoss des ‚Neubaus‘ eröffnet. Sie kocht heute auch für Kitas, liefert mit E-Bike und bietet im Sommer einen Mittagstisch im grünen Innenhof an.
Kinderhort und Spielplatz

Nach fast 40 Jahren der Kinderbetreuung in einer geförderten Großgruppe gibt es heute bedarfsgemäß noch eine Gruppe für Kinder unter zwei Jahren und nach Eigenangaben noch eine zweite Gruppe.
Kino

In der Gründungszeit zählte das Regenbogenkino zu den seltenen Spielstellen in Kreuzberg SO 36. Das Programm bestand anfangs meist aus Produktionen unabhängiger Filmemacher und ihren Werken zum Umweltschutz, dem Kampf gegen Atomkraftwerke, zur 68er-Bewegung oder den Hausbesetzungen. Mit der Zeit hielt auch das klassische Kino Einzug in die Programmplanung, dazu Filme für Kinder sowie deutsche und internationale Produktionen, die nicht Eingang in die großen Vertriebswege fanden. Das Kino besitzt 35-mm-Projektoren, einen 16-mm- und einen Super8-Projektor. Der Kinosaal wird auch für Versammlungen, Feiern, Musikveranstaltungen, Lesungen und Proben genutzt.
Das Kino erhielt 2004 von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Christina Weiss, die Auszeichnung „für ein hervorragendes Filmprogramm“.
Café Das Tagescafé verband Mitglieder des Projekts mit der unmittelbaren ‚Außenwelt‘ der Umwohner und Passanten. Gegründet wurde das Café 1982. 2010 wurde das Café neu eröffnet. Es ist auch Anlaufstelle für Berlin-Touristen und andere Besucher, die dort oder im benachbarten Informationen zum Hostel und den Fabrikaktivitäten erhalten können.
2020 gab die erste Café-Gruppe auf, das Geschäftsmodell hatte auf Dauer die Finanzierung der Menschen, die dort arbeiteten, nicht abgesichert. Ende 2022 wurde das Café als selbstverwaltetes Projekt wieder eröffnet.
Infobüro Das Infobüro befindet sich im benachbarten Haus Lausitzer Straße 22 a, dessen Hinterhaus ebenfalls zur Regenbogenfabrik zählt und Wohnbereich der Mitarbeiter ist.
Hostel und Rezeption

Das Hostel wurde 1997 auf Initiative zweier ‚Fabrikanten‘ mit 18 Betten als „Sleep Inn“ eröffnet. Dazu kam 2000 durch die Fertigstellung des Neubaus die Erweiterung auf 34 Betten. 2002 wurde eine Rezeption für das Hostel eingerichtet.

Die Beherbergungseinrichtung mit Rezeption bietet heute 36 Schlafplätze in Einzel- und Mehrbettzimmern an. Hostel und Kinderhort werden von Frauengruppen der Regenbogenfabrik betrieben.
Geprägt wurde und wird die Organisations- und Arbeitsweise in der Regenbogenfabrik von den ideellen und praktischen Vorstellungen, die sich in der Jugendgeneration nach der 1968er-Bewegung – mit dem Aufbruch in den Jahren des Unistreiks 1976/77 und dem Treffen in Tunix – entwickelt hatte.
Arbeitsorganisation
Jede Arbeit wird unabhängig von Tätigkeit und Ausbildung gleich entlohnt. Ziel ist es selbstbestimmte Arbeitsplätze zu schaffen, „in denen sich Jede/r selbst verwirklichen kann und gleichzeitig zur Idee und Qualität des Gesamtprojektes beiträgt.“ Dabei versucht das Projekt eine Solidarische Ökonomie zu verwirklichen.
Die Beteiligten richten nach jeweiligen Arbeitsbereichen ein regelmäßiges (meist wöchentliches) Plenum ein, in dem die Erfordernisse des Projektes mit dem Selbstbestimmungswillen der Einzelnen abgeglichen werden kann. Diese Plena schicken Vertreter in das monatliche Projektplenum. Jeder Arbeitsbereich hat auch einen Platz in der Geschäftsführungs-AG. Die entsprechenden Arbeiten führt eine Büro-Gruppe aus.
In der Aufbauphase begann die Regenbogenfabrik als „Selbsthilfeprojekt“ – getragen von ehrenamtlicher Arbeit. Inzwischen strebt sie in der städtischen Nachbarschaft und im regionalen Umfeld Kooperationen mit ähnlich orientierten Organisationen an. Dabei wird ein Teil der Finanzierung im Rahmen von staatlich geförderten Beschäftigungsmaßnahmen abgedeckt. Die Regenbogenfabrik bietet auch Praktikumsstellen an und „Europäische Freiwillige oder TeilnehmerInnen im Freiwilligen Ökologischen Jahr finden hier einen Platz.“
„Inzwischen versuchen wir nach massiven Kürzungen in diesem Bereich und schwierigen Rahmenbedingungen, die immer weniger mit unseren Prinzipien zu vereinbaren waren, vorwiegend mit der Umsetzung von Angeboten im Rahmen einer ‚Solidarischen Ökonomie‘ unsere Ziele und damit auch langfristige, sinnvolle Arbeitsplätze zu verwirklichen und zu sichern. […] Organisatorisch wurden somit im Januar 2012 das Hostel und die Kantine als Wirtschaftsbereich ausgelagert und werden nun jeweils als Unternehmergesellschaft (Regenbogen-UG) betrieben, da der diesbezügliche bisherige gemeinnützige Beschäftigungsbereich aus genannten Gründen nicht mehr aufrecht erhalten werden konnte.“


Das Gebäudeensemble der Fabrik entstand in der Gründerzeit, Ende des 19. Jahrhunderts. Es gilt als Beispiel frühindustrieller Produktionsstätten und steht heute unter Denkmalschutz. In dem Dampfsägewerk wurde zunächst Holz verarbeitet, später Leime, Lacke und andere Produkte aus Chemikalien produziert. Der Schornstein gehörte zur Kohlebefeuerung, die über eine Dampfmaschine mit Treibriemen die Sägen in Gang hielt. Der benachbarte Landwehrkanal war die wichtigste Verkehrsader, über die Holz und Kohle für die Fabrik und andere Baumaterialien transportiert wurden.
Besitzverhältnisse vor der Besetzung
Eigentümerin des Geländes war die Firma „Wohnbau Design“ der Immobilienhändler Vogel & Braun, die die Innenhof-Bereiche der Reichenberger / Ecke Lausitzer Straße mit Neubauten belegen wollte.
Nach der Besetzung am 14. März 1981 wurde eine große Zahl von Unterstützern mobilisiert, um in der ersten Nacht einen Polizeieinsatz zur Räumung zu erschweren. Nach der so genannten Berliner Linie des Berliner Senats wäre es möglich gewesen, das Gelände binnen 24 Stunden ohne weitere Formalien zu räumen. Diese Frist verstrich jedoch ungenutzt. So verlief die erste Zeit ohne Konflikte und die Rechtslage um die in den Augen der Eigentümer wertlose Anlage begünstigte die Besetzer, die sofort mit Aufräumungsarbeiten begannen. Der desolate Zustand der Fabrik ließ keine Wohnmöglichkeit zu und so wurden auch Wohnungen im teilentmieteten Vorderhaus der Nr. 22 und das leerstehende Hinterhaus der Lausitzer Straße 23 zu diesem Zweck besetzt. Die Gruppe der Besetzer zählte etwa 50–60 Personen.
Die Besetzer rekrutierten sich aus dem Umfeld der Bürgerinitiative BI 36 und der Monatszeitschrift Südost-Express, der „Kreuzberger Lokalzeitung von Bürgern aus SO36“. Hinzu kamen Wohnungs- und Arbeitssuchende und Menschen mit Projektideen. Die Besetzung war kurzfristig geplant worden und erfolgte für Behörden und Polizei überraschend. Unmittelbar wurde mit der Entrümpelung der Gebäude begonnen und mit Reparaturen die Instandbesetzung. Ein Kontakt zur Nachbarschaft wurde am 25. April mittels eines Kinderfestes geknüpft und ein „Sommerfest der Mieter und Besetzer des Block 109“ am 27. Juni 1981 mit ca. 500 Besuchern vertiefte die Bekanntschaft im Quartier.
Am 15. Juni 1981 übernahm das Stadtteilzentrum Kreuzberg eine Patenschaft für die besetzten Häuser Lausitzer Straße 22 und 23 (HH). Diese wollten ein Kiezbündnis mit mehr Patenschaften aufbauen. Der Asta der Freien Universität Berlin (FU) und die benachbarte Ölberg-Gemeinde schlossen sich der Patenschaft an. Ein Brandanschlag im September 1981 führte zu einem erheblichen Schaden, der bis zum Januar 1982 wieder beseitigt wurde.
Am 15. Februar 1982 fand im neu eingerichteten Gemeinschaftsraum (heute Kinosaal) ein Gespräch zwischen Besetzern und einem Kreuzberger Bezirkssonderausschuss mit Politikern aller Parteien statt, in dessen Folge es zu einer gemeinsamen Stellungnahme von SPD, CDU und Alternativer Liste im Sinne der Besetzer kam. Begünstigt wurde diese Entwicklung vom Einlenken der Eigentümer Vogel & Braun, denen eine Durchsetzung ihrer Neubaupläne an dieser Stelle zunehmend problembeladen erschien und die sich im Tausch gegen ein anderes Grundstück kompromissbereit gaben.
Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Stabilisierung des Projektes war die Bürgerversammlung am 4. März 1982 in der Ölberg-Gemeinde, in der die Regenbogenfabrik ihr Konzept vorstellte. Es handelte sich um eine Befragung der Anwohner, auf die das Bezirksamt sein weiteres Vorgehen stützen wollte. Neben den Nutzergruppen der Fabrik erläuterten auch Vertreter der Internationalen Bauausstellung (IBA) Aspekte, die sich auf die Bau- und Stadtplanung bezogen. Die Pläne und Vorhaben trafen bei den Anwesenden mit Ausnahme von CDU-Vertretern auf positive Resonanz: Die Versammlung stimmte für die Weiterführung des Regenbogen-Konzeptes und für die Übernahme des Grundstücks (durch Tausch mit den Eigentümern) durch den Bezirk, der es mit eigenen Planungen im Jugend- und Freizeitbereich verknüpfen wollte.
Im November 1982 begann der Legalisierungsprozess der Regenbogenfabrik (Unterzeichnung am 30. Oktober 1982): „Nach einer Vereinbarung zwischen den Spekulanten Vogel & Braun, Senat, Bezirk, IBA, Besetzern und Verein SO 36 legte Vogel mit der Modernisierung der Lausitzer Straße 22a los. Die Besetzer sind quasi geduldet und die Genossenschaft SHIK (Verein Selbstverwaltete Häuser in Kreuzberg) als Vertragspartner anerkannt.“ Ebenfalls im November 1982 begann der Austausch des chemisch verseuchten Bodens unter Hof und Gebäuden bis in zwei Meter Tiefe und im Frühjahr 1983 wurde das Gelände begrünt.
Im Sommer 1983 kam von den Eigentümern eine Modernisierung des Vorderhauses der Lausitzer Straße 22 auf den Tisch, in dem die 35 Besetzer der Fabrik lebten, in der es keine Wohnplätze gab. Zudem konnten sich die Eigentümer Vogel & Braun und der Bausenat nicht auf ein Ersatzgrundstück für das Gelände der Fabrik einigen.
Im Februar 1984 unterlagen Vogel & Braun mit ihrer nie aufgegebenen Neubau-Planung auf dem Gelände der Fabrik vor dem Verwaltungsgericht Berlin.
Die Eigentümer versuchten nun, über Pachtforderungen (anfangs 7000 DM, dann noch 4100 DM monatlich) und vertragliche Hürden (freiwillige Räumung des Wohnquergebäudes) die Besetzer zur Aufgabe zu zwingen, die sich mit knapper Mehrheit zur Vertragsablehnung entschlossen hatten. Diese Situation mobilisierte Unterstützer, die selbst einen CDU-Bundestagsabgeordneten umfassten, so dass die Besetzer auf Grund auch finanzieller Zusagen kurz vor Fristablauf dennoch den Vertrag unterzeichneten (31. Juli 1983): Ein Kauf des Geländes für 316.000 DM sollte die Pacht ablösen.
Die Regenbogenfabrik wurde Teil der Legalisierung besetzter Häuser in Berlin, dem politischen Kompromiss zwischen den Hausbesetzern und ihren Unterstützern und der Berliner Stadtregierung: Am 17. Oktober 1985 beschloss das Berliner Abgeordnetenhaus, das Grundstück zu erwerben. In den Folgejahren erklärte sich der Senat bereit, eine laufende Förderung zu übernehmen, „doch der schlechte bauliche Zustand der Räume, das ständige Improvisieren aus Mangel und die fast ausschließlich ehrenamtliche Arbeit zehren an den Kräften der Aktivisten, die zudem die seit Beginn bestehende Unsicherheit über das Weiterbestehen aushalten müssen“, berichtete der Südost-Express Ende 1988. Verschiedene Verträge und Vereinbarungen lagen unterschriftsbereit, doch „der Eigentümer weigerte sich, einen Passus zu unterschreiben, demzufolge keine Altlasten auf dem Grundstück vorhanden seien.“ Zwar war der Boden auf dem Freigelände bis auf zwei Meter Tiefe ausgetauscht worden, doch förderten neue Proben chemische Verunreinigungen unter den Gebäuden zutage. Die Kostenfrage verzögerte nun wieder jede weitere Vereinbarung.
Die Ankündigung der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales Anfang Februar 1990, die Zuwendung, mit der die Monatsmiete von mittlerweile 7000 DM fast bestritten werden konnte, alsbald zu beenden, stürzte das Projekt in die nächste Krise. Erst nachdem durch die zuständige Umweltsenatsverwaltung der Weg zu einer – zumindest langfristigen – Sanierung des Gebäudes gefunden wurde, konnten die Verhandlungen wieder aufgenommen und […] ein Vertrag mit einer einvernehmlichen Altlastenregelung abgeschlossen werden.
1992 beschloss das Abgeordnetenhaus den Kauf des Geländes durch das Land Berlin und übergab das Grundstück an das Bezirksamt. Nach einer vierjährigen Bauphase war 1996 die Sanierung des Hinterhauses beendet. 1997 wurde das Hostel mit 18 Betten eröffnet.
Im Jahr eröffnete die Kantine, was einen ganzjährigen Küchenbetrieb ermöglichte. Das 25-jährige Jubiläum am 14. März 2006 wurde mit einer Festschrift gewürdigt.
2011 begann eine neue Diskussion: Nun ging es darum, ob die Fabrik ihren Betrieb mit Hostel, Küche & Kantine und Café als gemeinnütziger Verein zu regeln durfte. Zudem standen Erbbaurechts-Verhandlungen mit dem Senat bevor, die am 5. Dezember 2011 mit einem Vertrag mit 30 Jahren Laufzeit abgeschlossen wurden.
Zum 30-jährigen Jubiläum gratuliert selbst die Berliner Morgenpost – in den Besetzerzeiten unter Axel Springer auf der Gegenseite: „Ein bisschen sind die Betreiber der Regenbogenfabrik wohl selbst überrascht, dass sie den 30. Geburtstag feiern können – zu oft stand das alternative Projekt auf dem Hinterhof an der Lausitzer Straße immer wieder einmal auf der Kippe.“
Der Tagesspiegel schrieb zum 40-jährigen Bestehen das besetzte Fabrikgelände habe sich „in den vergangenen vierzig Jahren zu einem der erfolgreichsten und nachhaltigsten Wohn- und Lebensprojekte der inzwischen wiedervereinten Stadt entwickelt.“
Koordinaten: 52° 30′ N, 13° 26′ O