Rehema Chachage (* 1987 in Daressalam) ist eine tansanische Performance- und Medienkünstlerin.
Chachage studierte bis 2009 Kunst an der Universität Kapstadt und machte im Jahr 2018 ihren Master in zeitgenössischer Kunsttheorie am Goldsmiths. Sie arbeitete an der Akademie der bildenden Künste Wien an ihrer Promotion.
Gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrer Großmutter erstellt Chachage ein multimediales „performatives Archiv“ aus Liedern, Geschichten und Ritualen. Ihre Arbeit Mizizi/Nasaba ist eine Verarbeitung des Todes ihres Vaters; darin zeigt sie Fotografien ihres Gesichtes, auf das Texte aus dessen Büchern projiziert wurden. Die Performance Nitakujengea kinyumba na vikuta vya kupitia befasst sich anhand dreier Vorfahrinnen mit den Themen Migration und Zugehörigkeit.
Chachage beteiligte sich im Jahr 2022 gemeinsam mit Valerie Asiimwe Amani und dem Kollektiv PARA am Leipziger Grassi-Museum an Berge Versetzen; die Klanginstallation Avoid/Devoid setzt sich mit den Folgen kolonialer Gewalt auseinander. Im Jahr 2025 kuratierte sie die Ausstellung AMANI kukita | kung’oa in Stade mit und zeigte dort eine Videoinstallation. Für Nitakujengea kinyumba na vikuta vya kupitia erhielt sie H13 Niederösterreich Preis für Performance (2023). Sie erhielt zudem den Henrike Grohs Art Award (2026) des Goethe-Instituts.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Chachage, Rehema |
| KURZBESCHREIBUNG | tansanische Performance- und Medienkünstlerin |
| GEBURTSDATUM | 1987 |
| GEBURTSORT | Daressalam |