Relationsalgebra

In der Mathematik und abstrakten Algebra ist eine Relationsalgebra (englisch: relation algebra) eine residuierte Boolesche Algebra, die um eine Involution (als einstellige Operation), genannt Konverse, erweitert wurde. Das für diese Begriffsbildung maßgebliche Beispiel einer Relationsalgebra ist die Algebra aller zweistelligen Relationen auf einer Menge (d. h. auf den Teilmengen des kartesischen Produkts ), zusammen mit der Verkettung von Relationen und der Umkehrrelation (konversen Relation).

Definition

Die folgenden Axiome sind angelehnt an Givant (2006, Seite 283) und wurden zuerst 1948 von Alfred Tarski aufgestellt.

Eine Relationsalgebra ist ein 9-Tupel , für das gilt:

Beispiel

Die homogenen zweistelligen Relationen bilden die Relationsalgebra

 

unter Verwendung der Notationen .

Peirce-Algebra

Siehe auch

Einzelnachweise und Bemerkungen

  1. ↑ eine Boolesche Algebra, deren Verbandsstruktur ein residuierter Verband ist (englisch: residuated Algebra), siehe: Marcel Erné: Algebraische Verbandstheorie, Institut für Algebra, Zahlentheorie und Diskrete Mathematik, Leibniz Universität Hannover
  2. ↑ Alfred Tarski (1948) "Abstract: Representation Problems for Relation Algebras," Bulletin of the AMS 54: 80.
  3. ↑ Chris Brink et al. Seite 12
  4. ↑ Nach Robin Hirsch, Ian Hodkinson: Relation algebras Seite 7, auf: Third Indian Conference on Logic and its Applications (ICLA), 7.–11. Januar 2009, Chennai, India. Das Tupel wurde an die obige Definition angeglichen.
  5. ↑ Von den Verknüpfungen (einstellig), sowie (zweistellig) sind - genau genommen - die Einschränkungen auf bzw. gemeint.

Literatur