| Reliance | |
|---|---|
| Synonyme | Reliance seedless |
| Zuchtnummer | 1163 |
| Art | Interspezifische Kreuzung |
| Beerenfarbe | rot |
| Verwendung | |
| Herkunft | Arkansas, US |
| Züchter | James N. Moore |
| Institut | University of Arkansas |
| Züchtungsjahr | 1964 |
| VIVC-Nr. | 10009 |
| Abstammung | |
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Kreuzung aus | |
| Liste von Rebsorten | |
Reliance (Zuchtstammnummer: Arkansas 1163) ist eine hybride Rebsorte mit kernarmen roten/roséfarbenen Früchten, die besonders als Tafelobst geeignet sind.
Sie gehört zu den frosthärtesten kernlosen Sorten und gilt als sehr ertragssicher (worauf der Name verweist). In Sturgeon Bay, Wisconsin hat die Pflanze Winter mit bis zu 34 Grad unter Null überlebt. Andererseits kann es unter Umständen Probleme mit platzenden Früchten und schlechter Fruchtausfärbung geben. Außerdem ist eine Anfälligkeit für Falschen Mehltau und Schwarzfäule gegeben.
Die Pflanze ist (mittel)starkwüchsig und teils sehr reichtragend. Auf eigenen Wurzeln hat sie Probleme mit stark kalkhaltigen Böden. Die (mittel-)großen, stenospermokarpen Früchte reifen früh in mäßig dichten, mittelgroßen Trauben und sind über Monate haltbar. Sie haben eine zarte Haut, die sich als Ganzes abziehen lässt, und schmelzendes Fleisch. Der Geschmack ist herausragend mit (mäßig) hohem Zuckergehalt und typischer labrusca-Note/Fox-Ton aus dem Fuchsreben-Erbe beider Elternsorten. Die verkümmerten Samen sind im Mund praktisch nicht wahrnehmbar, ein auf die einflussreiche alte aserbaidschanische Sorte „Russische“ bzw. „Schwarze Kernlose“ (Кишмиш чёрный – Kišmiš čërnyj) zurückgehendes Merkmal. Ringeln und Behandlungen mit Gibberellinsäure führen zu dichteren Trauben und mehr platzenden Beeren und Fäulnisproblemen.
Die Sorte mit Anteilen der Arten Vitis labrusca und vinifera. Sie entstammt einer Kreuzung der New Yorker Sorten Ontario und Suffolk Red, die 1964 an der Agricultural Experiment Station der Universität von Arkansas durchgeführt wurde. Dadurch hat sie die Sorte Concord zweimal und die Sorte Catawba sogar dreimal in ihrem Stammbaum. Sie wurde 1967 durch Dr. James N. Moore selektiert und 1982 in den USA Sortenschutz gewährt, der 2002 auslief. Sie ist die erfolgreichste Entwicklung des UArk-Rebzuchtprogramms und wurde in den USA besonders in kleinen Weinbergen und in Hausgärten im Osten des Landes angepflanzt.