Renate Yates

Renate Yates (geboren Renate Raubitschek 1933 in Wien) ist eine österreichisch-australische Schriftstellerin.

Leben

Renate Raubitschek ist die Tochter von Fritzi Raubitschek, die an der Wiener Werkstätte arbeitete, und Ernst Raubitschek (1896–1971), die Alpinsportlerin Trude Raubitschek war eine Verwandte. Ihr Vater betrieb mit seinem Bruder in Wien eine gutgehende Zahnarztpraxis, die von seinem Vater gegründet worden war, und wähnte sich als Teil der gutbürgerlichen Gesellschaft Wiens. Er wurde nach dem „Anschluss“ Österreichs im März 1938 bei der Judenhatz am 28. Mai 1938 festgenommen, brutal misshandelt, in das KZ Dachau transportiert und für elf Monate dort und im KZ Buchenwald inhaftiert. Ihrer Mutter gelang im Juni 1938 mit ihr die Flucht nach Großbritannien, wohin ihr Vater nach der Haftentlassung folgte. Sie erhielten ein Visum für Australien und Ende August 1939 erreichten sie Sydney, da war Renate sechs Jahre alt. Im Zweiten Weltkrieg wurden ihre Eltern als Enemy Alien behandelt, während sie für den Schulbesuch nach Mittagong evakuiert wurde.

Raubitschek studierte Zahnmedizin an der University of Sydney (Bachelor of Dental Surgery, 1954). Sie arbeitete in dem Beruf für eine Zeit in London und wurde nach ihrer Rückkehr freiberufliche Schriftstellerin. Renate Yates publiziert vornehmlich Kurzgeschichten. Im Jahr 2009 veröffentlichte sie die Aufzeichnungen, die ihr Vater gleich nach seiner KZ-Haft gemacht hatte, in einer englischen Übersetzung beim Sydney Jewish Museum.

Werke (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Raubitschek, Fritzi. In: Ilse Korotin (Hrsg.): biografıA. Lexikon österreichischer Frauen. Band 3: P–Z. Böhlau, Wien/Köln/Weimar 2016, ISBN 978-3-205-79590-2, S. 2654.
Personendaten
NAME Yates, Renate
ALTERNATIVNAMEN Raubitschek, Renate (Geburtsname)
KURZBESCHREIBUNG österreichisch-australische Schriftstellerin
GEBURTSDATUM 1933
GEBURTSORT Wien