

Renato Kardinal Corti (* 1. März 1936 in Galbiate, Provinz Lecco; † 12. Mai 2020 in Rho) war ein italienischer Geistlicher und römisch-katholischer Bischof von Novara. Seit 2016 war er Kardinal der römisch-katholischen Kirche.
Renato Corti studierte am Priesterseminar von Mailand. Der Erzbischof von Mailand, Giovanni Battista Enrico Antonio Maria Kardinal Montini (der spätere Papst Paul VI.), spendete ihm am 28. Juni 1959 zum Priesterweihe für das Erzbistum Mailand. Er war von 1959 bis 1967 Pfarrvikar im Oratorium von Caronno Pertusella und von 1967 bis 1969 Spiritual des Erzbischöflichen Kollegiums von Gorla Minore. Von 1969 bis 1977 war er Spiritual des Erzbischöflichen Seminars von Saronno, später dessen Rektor. Im November 1980 ernannte ihn Carlo Maria Kardinal Martini zum Generalvikar des Erzbistums.
Papst Johannes Paul II. ernannte ihn am 30. April 1981 zum Weihbischof in Mailand und Titularbischof von Zallata. Die Bischofsweihe spendete ihm der Erzbischof von Mailand, Carlo Maria Martini SJ, am 6. Juni desselben Jahres; Mitkonsekratoren waren die Weihbischöfe in Mailand Libero Tresoldi und Bernardo Citterio.
Am 19. Dezember 1990 wurde er durch Johannes Paul II. zum Bischof von Novara ernannt und am 3. März des nächsten Jahres in das Amt eingeführt. Während seiner Amtszeit in der piemontesischen Diözese förderte er die Einleitung des Seligsprechungsverfahrens von Antonio Rosmini.
Er war Präsident der Bischofskommissionen CEI für die Zusammenarbeit unter den Kirchen und für die Geistlichen, ständigen Diakone und geweihtes Leben. Von 1995 bis 2005 war Corti Vizepräsident der Italienischen Bischofskonferenz.
Auf Bitte von Papst Johannes Paul II. hielt er 2005 die Fastenexerzitien für die römische Kurie. Papst Benedikt XVI. nahm am 24. November 2011 das von Renato Corti aus Altersgründen vorgebrachte Rücktrittsgesuch an.
2015 verfasste er auf Bitte von Papst Franziskus die Gebetstexte für die päpstliche Karfreitagszeremonie am Kolosseum. Renato Corti galt als renommierter Prediger.
Im Konsistorium vom 19. November 2016 nahm ihn Papst Franziskus als Kardinalpriester mit der Titelkirche San Giovanni a Porta Latina in das Kardinalskollegium auf. Die Besitzergreifung seiner Titelkirche fand am 14. Mai des folgenden Jahres statt.
Renato Corti engagierte sich zahlreiche Sozialprojekte im Heiligen Land. Er war Großoffizier des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem.
Er starb im Mai 2020 im Haus der Oblaten der heiligen Ambrosius und Karl von Rho, wo er seit seinem Ausscheiden aus der Diözese Novara gewohnt hatte.
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Aldo Del Monte | Bischof von Novara 1990–2011 | Franco Giulio Brambilla |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Corti, Renato |
| ALTERNATIVNAMEN | Corti, Renato Kardinal (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | italienischer Geistlicher und römisch-katholischer Bischof von Novara |
| GEBURTSDATUM | 1. März 1936 |
| GEBURTSORT | Galbiate, Provinz Lecco, Italien |
| STERBEDATUM | 12. Mai 2020 |
| STERBEORT | Rho |