Reutlas Große Kreisstadt Marktredwitz | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 59′ N, 12° 7′ O |
| Höhe: | 542 m ü. NHN |
| Einwohner: | 70 (Jan. 2025) |
| Postleitzahl: | 95615 |
| Vorwahl: | 09231 |
Reutlas ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Marktredwitz im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern). Reutlas liegt in der Gemarkung Wölsau. Zum Gemeindeteil Reutlas zählt die Einöde Reutlasmühle.
Das Dorf liegt am Rohrbach, einem rechten Zufluss der Kössein. Im Westen führt die Bahnstrecke Weiden–Oberkotzau vorbei; das Gelände steigt zu einer Erhebung im Sodelholz an (645 m ü. NHN). Im Osten führt die Bundesautobahn 93 vorbei. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Staatsstraße 2169 (0,4 km nordöstlich) bzw. zur Staatsstraße 2170 (0,6 km südlich).
Der Ort wurde im Egerer Landsteuerregister aus dem Jahr 1396 als „Rewtleins“ erstmals schriftlich erwähnt. Reutlas unterstand dem Egerer Spital der Kreuzherren mit dem Roten Stern. Diese verkauften 1626 gegen den Einspruch der Reichsstadt Eger ihre Ansprüche an Brandenburg-Bayreuth. Seitdem hatte das Sechsamt Wunsiedel das Hochgericht und die Grundherrschaft. Die Spinnerei und Weberei spielte im Ort eine große Rolle.
Von 1797 bis 1810 unterstand Reutlas dem Justiz- und Kammeramt Wunsiedel. Mit dem Gemeindeedikt wurde Reutlas dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Dörflas zugewiesen, 1819 dann dem neu gebildeten Steuerdistrikt Lengenfeld und der gleichzeitig entstandenen Ruralgemeinde Lengenfeld. Am 1. Juli 1976 wurde Reutlas im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Marktredwitz eingemeindet.
| Jahr | 1818 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2025 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 74 | 126 | 140 | 163 | 149 | 119 | 155 | 126 | 105 | 69 | 70 |
| Häuser | 14 | 19 | 21 | 21 | 23 | 25 | 26 | ||||
| Quelle |
Reutlas ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Bartholomäus (Marktredwitz) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Josef (Marktredwitz) gepfarrt.