Rhaetium

❮ System Serie Stufe ≈ Alter (mya)
❮ später später später jünger
T r i a s Obertrias Rhaetium 201,4
⬍
205,7
Norium 205,7
⬍
227,3
Karnium 227,3
⬍
237
Mitteltrias Ladinium 237
⬍
241,464
Anisium 241,464
⬍
247
Untertrias Olenekium 247
⬍
250,8
Indusium 250,8
⬍
251,902
früher früher früher älter

Das Rhaetium (Rhät, auch Rät) ist eine international verwendete geologische Stufe der Obertrias, die den Zeitraum vor etwa 205,7 bis 201,4 Millionen Jahren umfasst und somit ca. 7,2 Millionen Jahre dauerte. Das Rhaetium ist die letzte (jüngste) Stufe der Trias und folgt auf das Norium. Auf das Rhaetium folgt das Hettangium.

Namensgebung und Geschichte

Das Rhaetium ist nach den Rätischen Alpen (alte Schreibweise Rhätische Alpen) in der Ostschweiz und dem anschließenden Grenzgebiet Italiens und Österreichs benannt. Sie wurde von Carl Wilhelm von Gümbel 1859 („rhaetische Formation“) vorgeschlagen.

Definition und GSSP

Die Basis des Rhaetium ist bisher noch nicht eindeutig festgelegt; die tiefste (erste) Ammonitenzone des Rhaetiums ist im Tethysbereich Sagenites reticulatus. Im borealen Bereich kommt dieser Ammonit nicht vor. Hier ist die Zone des Cochloceras amoenum die tiefste Ammonitenzone des Rhaetiums. Außerdem treten nahe der Basis auch die Conodonten Misikella spp. und Epigondolella mosheri erstmals auf, ebenso die Radiolarien-Art Proparvicingula moniliformis. Die Obergrenze ist ebenfalls unsicher, da der GSSP für den Beginn des Juras nicht abschließend definiert worden ist. Die oberste Ammonitenzone des Rhaetiums ist im Tethys-Bereich die Zone des Choristoceras marshi. Jedoch existiert bis zur Basis der gutdefinierten Psiloceras planorbis-Zone des Hettangium (Unterjura) ein Übergangsbereich (sogenannte praeplanorbis-Schichten), der vermutlich weiter unterteilt werden kann. In diesem Übergangsbereich wird vermutlich die Trias-/Jura-Grenze definiert werden.

Untergliederung des Rhaetium

Das Rhaetium wird im Tethysbereich in zwei Ammoniten-Zonen untergliedert.

Siehe auch

Literatur