Ricardo Lange (* 1981 in Ost-Berlin) ist ein deutscher Krankenpfleger, der während der COVID-19-Pandemie mediale Bekanntheit erlangte.
Lange wuchs im Berliner Stadtteil Hellersdorf-Marzahn auf. In seiner Jugend übte er Kampfsport aus. Nach seinem Schulabschluss absolvierte er zunächst eine Ausbildung zum Gas- und Wasserinstallateur. Nach mehreren Zwischenstationen als Bodybuilder, Fitnesstrainer und bei der Polizei fand er seine Berufung in der Medizin und ist seitdem als Krankenpfleger sowie auch als Leasing-Kraft in verschiedenen Berliner Kliniken tätig.
Im Frühjahr/Sommer 2020 wurde Lange im Zuge der COVID-19-Pandemie in Deutschland bundesweit bekannt, als er öffentlich auf den Pflegenotstand und die teilweise schlechten Arbeitsbedingungen in deutschen Krankenhäusern hinwies. Im April 2020 lud der damalige Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ihn zur Bundespressekonferenz ein, um über die alltäglichen Probleme seines Berufsstandes zu sprechen. Danach war Ricardo Lange in mehreren Talkshow-Formaten zu Gast.
Nach eigenen Angaben darf er in der Klinik, wo er mehrere Jahre lang tätig war, wegen seiner medialen Präsenz und seiner kritischen Anmerkungen zum deutschen Gesundheitswesen nicht mehr arbeiten.
Im Jahr 2022 wurde Lange von der Linkspartei als Delegierter des Landes Berlin in die 17. Bundesversammlung entsandt.
Seit Januar 2026 verfasst Lange die Kolumne „Zwischen Leben und Abschied“ in der Süddeutschen Zeitung.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lange, Ricardo |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Krankenpfleger |
| GEBURTSDATUM | 1981 |
| GEBURTSORT | Ost-Berlin |