Richard Bennion Millward (* 1933; † 1986 in Providence) war ein US-amerikanischer Psychologe und Professor für Kognitionswissenschaften an der Brown University.
Er erwarb 1955 seinen Bachelor-Abschluss an der Harvard University und promovierte 1960 an der Indiana University. An der Brown University war er von 1960 bis 1986 als Dozent tätig, 1981 wurde er zum Professor für Kognitionswissenschaften ernannt. Seine Entwicklung eines interdisziplinären Projekts, das Linguistik, Informatik und Psychologie vereinte, führte zur Gründung eines Zentrums für Kognitionswissenschaften und zur Einrichtung eines Fachbereichs für Kognitions- und Sprachwissenschaften im Juli 1986 an der Brown University.
Er gilt als ein früher Pionier der Integration von Computertechnologie und Informatikmodellen in die psychologische Forschung und widmete einen Großteil seiner beruflichen Arbeit der Kognitionsforschung. So gehörte er zu den Ersten, die Computerprogramme entwickelten, um psychologische und auditive Experimente präzise zu steuern und Daten in Echtzeit auszuwerten. Seine theoretischen Arbeiten zur Lern- und Informationstheorie befassten sich mit mathematischen Modellen des menschlichen Lernens, Markov-Ketten, Wahrscheinlichkeitslernen und Konzeptidentifikation. Er analysierte frühzeitig die Schnittstellen zwischen psychologischen Modellen und der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz und war am Aufbau eines nationalen Computernetzwerks für die Kognitionswissenschaft (COGNET), finanziert durch die Alfred P. Sloan Foundation, beteiligt.
| Personendaten | |
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| NAME | Millward, Richard B. |
| ALTERNATIVNAMEN | Millward, Richard Bennion (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Kognitionspsychologe und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 1933 |
| STERBEDATUM | 1986 |
| STERBEORT | Providence |