Richard Bellingham

Richard Bellingham (* 1591 oder 1592 in Boston, Lincolnshire, England; † 7. Dezember 1672 in Boston, Massachusetts Bay Colony, Neuengland) war ein englischer Rechtsanwalt, der 1634 nach Amerika auswanderte und mehrfach als Gouverneur der Massachusetts Bay Colony tätig war.

Leben

Bellingham stammte aus einer vermögenden Familie und erhielt eine Ausbildung in Rechtswissenschaften. Er arbeitete zunächst als Rechtsanwalt und diente als „Recorder of the borough“ in der englischen Stadt Boston und war 1628 unter Charles I. Mitglied des Parlaments. Er emigrierte 1634 gemeinsam mit seiner Frau Elizabeth und seinem Sohn Samuel nach Massachusetts. Im selben Jahr trat das Ehepaar der First Church in Boston bei. 1635 wurde er zum Abgeordneten und 1641 Gouverneur der Kolonie gewählt. Er wurde mehrmals wiedergewählt und bekleidete insgesamt 10 Jahre, u. a. während der Zeit der Stuart-Restauration in England von 1666 bis zu seinem Tod ununterbrochen das Amt. 1641 schloss er eine zweite Ehe. Er gilt als einer der Väter der Massachusetts Body of Liberties, einem Dokument, das als wegweisend für die amerikanische Bill of Rights gilt.

Familie

Bellingham war der Sohn von William Bellingham und dessen Frau Frances (geborene Amcotts). Er war zweimal verheiratet:

Anne Hibbins, eine Schwester Bellinghams, wurde am 19. Juni 1656 als Hexe verurteilt und hingerichtet.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Historical Collections of the Essex Institute. Band 22, Nr. 10–12 (Oktober–Dezember). Essex Institute, 1885, S. 258–259, 266 (Textarchiv – Internet Archive).
  2. ↑ Bruce W. Lord: Chapter 2 – Governor Richard Bellingham Section IV – Ann Hibbins – Witch. In: History of the Town of Bellingham. (bellinghamma.org).