Richard Karron

Richard „Richie“ Karron (* 11. April 1934 in New York City, New York; † 1. März 2017 in Wilmington, North Carolina) war ein US-amerikanischer Schauspieler und Synchronsprecher, der von 1975 bis 2000 aktiv war.

Leben

Karron wurde 1934 als Richard Henry Karant in der Bronx, einem Stadtbezirk von New York City geboren. Er war der Sohn von Samuel and Gertrude Karant.

Nach seiner Schulzeit diente er acht Jahre in der United States Army, darunter während des Koreakriegs; er gehörte auch zur Ehrenwache am Grabmal des unbekannten Soldaten auf dem Nationalfriedhof Arlington in Arlington County. Nach dem Ende seiner Zeit beim Militär arbeitete er zunächst als Verkäufer. Mitte bis Ende der 1970er-Jahre arbeitete er als Türsteher im Comedy-Club „Catch a Rising Star“ an der 1st Avenue und 72nd Street in New York City. Dort wurde er von Dustin Hoffman entdeckt, der ihn zu einem Vorsprechen für eine Theaterrolle einlud, in der Hoffman damals selbst mitwirkte. Im Club hing ein Foto von ihm, auf dem er den lächelnden Hoffman auf den Armen trägt.

Im Laufe seiner fast vier Jahrzehnte umfassenden Karriere war er sowohl für das Theater, im Film und Fernsehen sowie als Sprecher tätig. Auf der Bühne war von 1974 bis 1975 am Broadway in All Over Town am Booth Theatre zu sehen. Zu seinen Fernsehauftritten zählten Fernsehserien wie Baretta, CHiPs, Starsky & Hutch, Teachers Only, Laverne & Shirley, Webster, Charlie & Co., It’s Garry Shandling’s Show und Hinterm Mond gleich links. Zu seinen Filmrollen gehörten Auftritte in Mel Brooks’ verrückte Geschichte der Welt, in Ready to Rumble, in Die Flintstones in Viva Rock Vegas und in Anne Bancrofts Film Fatso aus dem Jahr 1980. Darüber hinaus war er als Synchronsprecher für verschiedene Zeichentrickserien tätig, darunter Pinky und der Brain, Quack Pack: Onkel D. und die Boys, Goof Troop und Bobbys Welt.

Im deutschen Sprachraum wurde Karron unter anderem von Heinz Theo Branding, Fritz Decho, Gerd Duwner, Kurt Goldstein, Imo Heite, Fred Klaus, Wolfgang Kühne, Thomas Rau, Walter Reichelt, Wolfgang Völz und Ulrich Voß synchronisiert.

Am 29. September 2001 heiratete er seine Frau Judy Girard, mit der er bis zu seinem Tod verheiratet war. Das Paar zog später von New York nach Wrightsville Beach im US-Bundesstaat North Carolina, wo er sich ehrenamtlich für die Gemeinschaft engagierte, unter anderem bei „Canines for Service“ und in Selbsthilfe- bzw. Rehabilitationsprogrammen wie den Anonymen Alkoholikern (AA).

Karron, der für seine markante Stimme bekannt war, starb im Jahr 2017 im Alter von 82 Jahren in Wilmington und wurde von seiner Ehefrau und seinen Töchtern Stacy und Gwen(n) überlebt. Seine Asche wurde der Familie übergeben.

Filmografie (Auswahl)

Theater (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 Richard Karron. Internet Movie Database, abgerufen am 1. November 2026.
  2. 1 2 Richard Karron in The Movie Database (englisch), abgerufen am 1. November 2026.
  3. 1 2 Richard Karron bei Fernsehserien.de, abgerufen am 1. November 2026.
  4. 1 2 Richard Karron. In: Behind the Voice Actors. Abgerufen am 1. November 2026 (englisch).
  5. 1 2 3 4 Richard Karron in der Datenbank Find a Grave, abgerufen am 1. November 2026.
  6. 1 2 3 Richard Karron Obituary. In: Legacy. Wilmington Star-News, 3. März 2017, abgerufen am 1. November 2026 (englisch).
  7. 1 2 Richard Karron in der Internet Broadway Database, abgerufen am 1. November 2026 (englisch)
  8. 1 2 Richard Karron. In: Broadway World. Abgerufen am 1. November 2026 (englisch).
  9. 1 2 Richard Karron (Performer). In: Playbill. Abgerufen am 1. November 2026 (englisch).
  10. ↑ Richard Karron. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 1. November 2026.