Richard Ritter von Perger (* 10. Januar 1854 in Wien; † 11. Januar 1911 ebenda) war ein österreichischer Komponist, Dirigent und Musikpädagoge.
Der Sohn des Malers und Schriftstellers Anton von Perger nahm nach dem Besuch der Realschule Cellounterricht bei Franz Schmidtler und privaten Kompositionsunterricht bei Leopold Alexander Zellner. Als Stipendiat wurde ihm 1880–82 ein Studium bei Johannes Brahms möglich. Von 1890 bis 1895 leitete er das Konservatorium von Rotterdam und war zugleich Dirigent der dortigen Sektion der Maatschappij tot Bevordering van Toonkunst. 1895 kehrte er nach Wien zurück und wurde Konzertdirektor der Gesellschaft der Musikfreunde, deren Konservatorium er von 1899 bis 1907 leitete. Zudem war er zwischen 1899 und 1901 neben Eduard Kremser Dirigent des Wiener Männergesangsvereines. 1904 wurde er als Offizier der Pariser Académie des Beaux-Arts ausgezeichnet.
Richard von Pergers Bruder war der Chemiker Hugo von Perger, sein Enkel war der Forscher zur Stadtgeschichte Wiens Richard Perger (1928–2010).
Neben kammermusikalischen Werken komponierte von Perger Serenaden, mehrstimmige Gesänge und mehrere Bühnenwerke (Der Richter von Granada, 1889, Oper; Die 14 Nothelfer, Singspiel; Das stählerne Schloß, 1903, musikalisches Märchen in 4 Bildern).
| Personendaten | |
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| NAME | Perger, Richard von |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Komponist, Dirigent und Musikpädagoge |
| GEBURTSDATUM | 10. Januar 1854 |
| GEBURTSORT | Wien |
| STERBEDATUM | 11. Januar 1911 |
| STERBEORT | Wien |