Richeza von Berg

Richeza von Berg (* um 1095; † 27. September 1125 im Kloster Reichenbach am Regen, Oberpfalz) war die Tochter von Heinrich I. Graf zu Berg und der Adelheid von Mochental, Tochter des Markgrafen Diepold II. von Vohburg. Sie war die Ehefrau von Vladislav I. und Herzogin von Böhmen.

Familie

Zwei Schwestern aus dem Geschlecht der Grafen von Berg heirateten in die Dynastie der Přemysliden ein: Richeza heiratete Vladislav I., ihre Schwester Sophia heiratete 1114 Otto II. den Schwarzen (von Olmütz). Eine dritte Schwester, Salome, heiratete in die Dynastie der Piasten und wurde die zweite Ehefrau des polnischen Fürsten Bolesław III.

Leben

Richeza wurde vor 1111 mit dem böhmischen Fürsten Vladislav I. verheiratet. Zum Zeitpunkt ihrer Eheschließung war Richenza etwa fünfzehn oder sechzehn Jahre alt – rund dreißig Jahre jünger als ihr Ehemann. Vermutlich war sie es, die Benediktinermönche aus dem Kloster Zwiefalten in das von Vladislav gegründete Kloster Kladruby berief. Im Jahr 1122 wurde Meinhard Bischof von Prag; er gehörte höchstwahrscheinlich zum Umfeld der Fürstin Richeza.

Richeza drängte ihren Mann, ihren Schwager Otto II. von Mähren-Olmütz zum Vormund ihrer Kinder und zu seinem Nachfolger zu bestimmen. Diese Entscheidung wurde jedoch nach dem Eingreifen der Königinmutter Swatawa revidiert. Svatawa wollte die Nachfolge für ihren jüngsten Sohn Soběslav I. sichern, mit dem Vladislav in Konflikt gestanden hatte. Nach erheblichem Druck – unter anderem durch Swatawas Verbündeten, Bischof Otto von Bamberg – versöhnte sich der sterbende Fürst mit seinem Bruder Soběslav.

Tod

Nach dem Tod ihres Mannes kehrte Richeza in ihre Heimat zurück, mit der Absicht, sich in das Kloster Zwiefalten zurückzuziehen. Sie verstarb jedoch während der Reise am 27. September 1125. Sie wurde im Kloster Reichenbach am Regen beigesetzt.

Familie

Richeza von Berg und Vladislaw I. hatten vier Kinder:

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Einzelnachweise

  1. ↑ Die Chronik der Böhmen des Cosmas von Prag. Apud Weidmannos, 1955 (google.de [abgerufen am 27. Oktober 2026]).
  2. ↑ Archiv für Kirchengeschichte von Böhmen-Mähren-Schlesien. 1982, ISBN 978-3-921344-11-8 (https://www.google.de/books/edition/Archiv für Kirchengeschichte_von_Böhme/5gwQAQAAIAAJ? l=de&gbpv=1&bsq=Richenza+von+Berg&dq=Richenza+von+Berg&printsec=frontcover [abgerufen am 27. Oktober 2026]).
  3. ↑ Beda Dudík: Mährens allgemeine Geschichte: General Register und Nachschlage-Buch zu den zehn Bänden … Von den ältesten Zeiten bis 1306. Verlag des Mähr. Domestikal-Fondes, 1887 (google.de [abgerufen am 27. Oktober 2026]).
  4. ↑ Verein für kunst und Altertum in Ulm und Oberschwaben: Mitteilungen. Verein für kunst und Altertum in Ulm und Oberschwaben., 1964 (google.de [abgerufen am 27. Oktober 2026]).
Personendaten
NAME Richeza von Berg
ALTERNATIVNAMEN Richenza; Rixa; Richenza z Bergu
KURZBESCHREIBUNG Herzogin von Böhmen
GEBURTSDATUM um 1095
STERBEDATUM 27. September 1125
STERBEORT Kloster Reichenbach am Regen