Riqqeh

Kanopenkrug aus Riqqeh
Fayence-Krug, 19. Dynastie, Gräberfeld C

Riqqeh (ar-Riqqa, el Riqqa; el-Riqqa) ist ein Dorf im Gouvernement al-Dschiza in Ägypten.

Friedhöfe

Die Friedhöfe (A–F) gehörten vermutlich teilweise zu der der altägyptischen Siedlung Gereg. Sie wurden 1912 bis 1913 unter Leitung von Reginald Engelbach in einer viermonatigen Kampagne ausgegraben. Die Friedhöfe wurden von der kupfersteinzeitlichen Naqada-Kultur bis in die heutige Zeit angelegt. Besonders reich waren die Bestattungen der 12. Dynastie und des Neuen Reiches. Der Friedhof der Naqada-Kultur liegt in der Nähe von Gerzeh und ist deshalb meist unter diesem Namen bekannt.

Die Grabanlagen sind in der Regel einfache Schachtgräber, nur wenige Anlagen sind monumentaler. Einige reichere Grabanlagen enthielten Stelen mit Inschriften, Kanopen und Statuen. Aus der 12. Dynastie stammen zahlreiche reich verzierte Särge. Berühmt wurde Grab 124. Es enthielt reichen Goldschmuck. In der Grabkammer wurden Skelette gefunden. Der Befund ergab, dass ein Skelett dem hier Bestatteten gehörte, das andere Skelett einem Grabräuber. Er beraubte gerade die Leiche, als die Decke der Grabkammer einstürzte und ihn begrub.

Die Funde sind über die ganze Welt verstreut, ein Teil befindet sich im Petrie Museum in London.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Artefacts of Excavation project: 1912-13 el-Riqqa. Auf: egyptartefacts.griffith.ox.ac.uk; abgerufen am 4. Oktober 2026.

Koordinaten: 29° 26′ N, 31° 13′ O