Werdegang
Im Dezember 2005 überzeugte Becker als 18-jähriger Debütant bei den Olympic Days in seiner Heimatstadt Dresden. Nachdem er Anfang 2006 bei den Juniorenweltmeisterschaften erste internationale Erfahrungen gesammelt hatte, stieg er zu Saisonbeginn 2006/07 vom A-Junioren zum Senioren, also zum Nationalkaderathleten, auf. Dementsprechend setzte die DESG den Athleten schon beim ersten Weltcup des neuen Winters ein, bei den im chinesischen Changchun ausgetragenen Rennen. Unter etwa 30 Startern erreichte er dort in beiden Einsätzen den 20. Rang. Mit weiteren guten Ergebnissen, beispielsweise einem zwölften Rang im Februar 2007, etablierte er sich in der erweiterten Weltspitze und belegte zu Saisonende dank seiner konstanten Platzierungen den 13. Rang im 500-Meter-Weltcup. Zugleich wurde er in dieser Saison erstmals deutscher Meister mit der Staffel und gewann zusätzlich drei Einzelmedaillen. Mit 20 Jahren gehörte er damit ab 2007 zur nationalen Elite, wenngleich Tyson Heung, der als erster Deutscher den 500-Meter-Weltcup gewinnen konnte, noch erfolgreicher war. Bei den Europameisterschaften 2007 in Sheffield gewann er Gold mit der Staffel und errang bei den Teamweltmeisterschaften 2007 in Budapest den sechsten Platz.
In der Saison 2007/08 ließen die Erfolge Beckers ein wenig nach. Trotz eines weiteren 15. Ranges platzierte er sich in den Gesamtwertungen nicht unter den besten 30; lediglich in der Staffel gelang ihm einmal der Finaleinzug und somit ein vierter Rang. Bei den Deutschen Meisterschaften erreichte er erneut vier Medaillen, einschließlich einer goldenen mit der Staffel. Auch im darauffolgenden Winter blieb die Situation ähnlich: Bei den Einzelwettkämpfen zeigte Becker solide Leistungen – in Dresden erreichte er als bestes Ergebnis einen elften Platz – und wurde in der Staffel regelmäßig eingesetzt. In den letzten beiden Staffelrennen der Saison gelang Deutschland dann zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder ein Podestresultat, jeweils ein dritter Rang. Bei den Welt- und Europameisterschaften wiederholte Deutschland allerdings nicht die Ergebnisse aus dem Weltcup, sondern schied medaillenlos im Halbfinale aus.
Die olympische Saison 2009/10 für Becker begann bereits im September, sodass auch die Qualifikationswettkämpfe für die deutschen Shorttracker früh in der Saison stattfanden. Diese Qualifikation war an einige Weltcuprennen gekoppelt, bei denen der Dresdner auf den Einzelstrecken zwar weniger erfolgreich startete, dafür aber mit der Staffel die Olympianorm erfüllte. Dazu reichte ein vierter Rang beim letzten Weltcup in Marquette aus. Gemeinsam mit 43 anderen deutschen Sportlern und als einer von insgesamt sechs Shorttrackern wurde Becker vom DOSB am 17. Dezember 2009 für die Olympischen Winterspiele in Vancouver nominiert. Hierbei kam er aber keinen Lauf zum Einsatz. Bei den ei den Teamweltmeisterschaften 2010 in Bormio wurde er Fünfter im Teamwettbewerb und gewann bei den Europameisterschaften 2010 in Dresden die Silbermedaille mit der Staffel. In der Saison 2010/11 holte er in Dresden mit der Staffel seinen einzigen Weltcupsieg und bei den Weltmeisterschaften 2011 in Sheffield die Silbermedaille mit der Staffel. Bei den Europameisterschaften 2011 in Heerenveen wurde er Vierter mit der Staffel. In seiner letzten Saison als aktiver Sportler 2011/12 gewann er bei den Europameisterschaften 2012 in Mladá Boleslav die Bronzemedaille mit der Staffel.