Robert Kehl

Robert Kehl (* 1914; † März 2001) war ein Schweizer Jurist und Kirchenkritiker.

Leben

Nach dem Abitur an einem Missionsgymnasium studierte Robert Kehl scholastische Philosophie und Theologie. Nach langjährigen Glaubenszweifeln trat er aus der Kirche aus und studierte Jura. Nach der Promotion war er am Obergericht Zürich als Referent in Ehesachen sowie als Lehrbeauftragter für Spezialgebiete des Eherechts an der Universität Zürich tätig. Er veröffentlichte zahlreiche juristische Werke für die Praxis der Gerichte und Anwälte.

Daneben war er Präsident einer Vereinigung für Sexualreform. In dieser Zeit entstand Sexus und falsche Schuldgefühle.

Nach seiner Heirat begann Robert Kehl seiner pietistischen Frau zuliebe mit dem Studium von Bibel und Kirchengeschichte. Er sah eine fundamentale und verhängnisvolle Fehlentwicklung der Kirche, was ihn zu zahlreichen christentums- und kirchenkritischen Publikationen veranlasste und auch zur Herausgabe der Zeitschrift Universelle Religion, die von 1979 bis 1992 erschien.

Ab 1984 war Robert Kehl Vorstandsmitglied der schweizerischen Vereinigung für humanes Sterben Exit (Schweiz) und wurde zum Fachmann für ethische und rechtliche Probleme zum Thema Sterbehilfe. Er verfasste hierzu das Standardwerk Sterbehilfe. Ethische und juristische Grundlagen und das Werk Die Rechte der Toten.

Nach seiner Pensionierung war er noch acht Jahre als Rechtsanwalt tätig und engagierte sich für Umwelt- und Gesundheitsschutz, wobei seine Arlesheimer Beiträge entstanden.

Die Kirchenkritik

Nach der Überzeugung Kehls ist das Christentum der Kirchen und Fundamentalisten nicht die Religion Jesu, sondern die des Paulus, also Paulinismus. Die wichtigsten Positionen dieser Religion (Heilslehre, Morallehre, die Christologie, das Priestertum und die Sakramente) beruhen auf den Schriften des Paulus.

Werke

Personendaten
NAME Kehl, Robert
KURZBESCHREIBUNG Schweizer Kirchenkritiker, Theologe, Jurist
GEBURTSDATUM 1914
STERBEDATUM März 2001