Georg Robert Sachsse (* 26. November 1840 in Leipzig; † 25. April 1895 in Leutzsch) war ein deutscher Agrikulturchemiker.
Sachsse besuchte bis 1858 die humanistische Thomasschule zu Leipzig.
Nach dem Abitur studierte er Chemie an der Universität Leipzig. Während seines Studiums wurde er Mitglied der Leipziger Burschenschaft Wartburg. Er wurde 1862 zum Dr. phil. promoviert. Von 1862 bis 1963 war er Mitarbeiter der Agriculturchemischen Versuchsstation in Möckern und von 1863 bis 1865 der Chemischen Fabrik in Plagwitz. Ab 1866 war er Assistent am Agriculturchemischen Laboratorium der Universität Leipzig.
1871 habilitierte er sich in Agrochemie. Von 1872 bis 1884 war er Privatdozent an der Philosophischen Fakultät und von 1884 bis 1895 außerordentlicher Professor für Agrikulturchemie an der Universität Leipzig. Er lehrte u. a. Chemie für Landwirte, Bodenkunde und Pflanzenchemie.
Seine Ehefrau war Henriette Elisabeth geb. Grabau (1835–1900), die Tochter des Leipziger Gewandhaus-Cellisten Andreas Grabau. Robert und Henriette Sachsse hatten zwei Kinder: Emilie Elisabeth (1874–1941), welche später den Literatur- und Musikwissenschaftler Rudolf Wustmann heiratete, und Margarete Julie (1871–1945), später verheiratet mit dem Musikwissenschaftler Martin Seydel.
Sachsse beschäftigte sich eingehend mit den Pflanzenfarbstoffen und mit der Lehre der Chlorophylle. Er forschte zu Verbindungen wie Milchzucker, Asparagin, Stärke und Dextrose.
Er entwickelte die Sachsse’sche-Methode oder Jodquecksilber-Methode zur Zuckerbestimmung (Rohrzucker).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sachsse, Robert |
| ALTERNATIVNAMEN | Sachsse, Georg Robert (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Agrikulturchemiker |
| GEBURTSDATUM | 26. November 1840 |
| GEBURTSORT | Leipzig |
| STERBEDATUM | 25. April 1895 |
| STERBEORT | Leutzsch |