
Roberto Esposito (* 4. August 1950 in Neapel) ist ein italienischer Philosoph, der sich in seinen neueren Publikationen mit dem Thema der Biopolitik in der Moderne befasst.
Esposito unterrichtet Philosophie und Politische Wissenschaften an der Universität Neapel L’Orientale. Er ist Kodirektor der Zeitschrift Filosofia Politica und Gründungsmitglied des Centro per la Ricerca sul Lessico Politico Europeo mit Sitz in Bologna. Darüber hinaus ist er Mitarbeiter der politischen Zeitschrift MicroMega.
Esposito problematisiert in seinem Werk philosophische und politische Begriffe und fasst sie von einem historischen und theoretisch-biopolitischen Standpunkt aus neu, um unbeleuchtete Aspekte ihrer Bedeutung hervorzuheben. Daraus resultiert ein Interpretationsspektrum, das sich an der Schnittstelle von Philosophie, Anthropologie, Literatur und Theologie befindet.
Durch Analysen der politischen Kategorien der Klassiker des modernen und zeitgenössischen Denkens (von Machiavelli bis Carl Schmitt, von Hannah Arendt bis Simone Weil, und von Georges Bataille bis Leo Strauss) unterstreicht er die Grenzen des Politischen, das sich ständig mit seiner lebendigen Form konfrontiert sieht („bios“). In seinen Büchern macht er Anleihen bei Giorgio Agamben, dessen Namen er dennoch kaum zitiert.
Seine Trilogie, Communitas, Immunitas und Bios, erinnert in vielen Aspekten an das Denken von Jean-Luc Nancy, mit welchem er mehrmals zusammengearbeitet hat.
Seine jüngeren Werke sind in verschiedene Sprachen übersetzt worden, u. a. ins Deutsche und Englische.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Esposito, Roberto |
| KURZBESCHREIBUNG | italienischer Philosoph |
| GEBURTSDATUM | 4. August 1950 |
| GEBURTSORT | Neapel |