Rogoźno

Rogoźno
Wappen von Rogoźno
Rogoźno (Polen)
Rogoźno (Polen)
Rogoźno
Basisdaten
Staat: Polen Polen
Woiwodschaft: Großpolen
Powiat: Oborniki
Fläche: 11,24 km²
Geographische Lage: 52° 45′ N, 17° 0′ OKoordinaten: 52° 44′ 57″ N, 16° 59′ 59″ O
Höhe: 63 m n.p.m.
Einwohner: 10.771
(1. Jan. 2024)
Postleitzahl: 64-610
Telefonvorwahl: (+48) 67
Kfz-Kennzeichen: POB
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK 11 Oborniki–Piła
DW 241 Rogoźno–Wągrowiec
Eisenbahn: Posen–Piła
Nächster int. Flughafen: Posen-Ławica
Gmina
Gminatyp: Stadt- und Landgemeinde
Gminagliederung: 34 Ortschaften
17 Schulzenämter
Fläche: 217,95 km²
Einwohner: 17.912
(1. Jan. 2024)
Bevölkerungsdichte: 82 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 3016023
Verwaltung (Stand: 2009)
Bürgermeister: Bogusław Janus
Adresse: ul. Nowa 2
64-610 Rogoźno
Webpräsenz: www.rogozno.pl

Rogoźno ([rɔˈgɔʑnɔ], deutsch Rogasen) ist eine Stadt im Westen Polens, die in der Woiwodschaft Großpolen und ca. 30 Kilometer nördlich von Posen liegt. Rogoźno ist Sitz einer Stadt- und Landgemeinde.

Geschichte

Die Stadt wurde im 12. Jh. erstmals urkundlich erwähnt. In Rogoźno wurde am 8. Februar 1296 der damalige polnische König Przemysław II. getötet.

Von 1793 bis 1919 gehörte Rogasen (unter deutschem Namen) zum preußischen Kreis Obornik in der Provinz Posen und damit ab 1871 zum Deutschen Reich.

Während der (europaweiten) Hungerkrise des Jahres 1847 war Rogasen Schauplatz bürgerkriegsähnlicher Unruhen, als polnische und jüdische Unterschichtsangehörige die Häuser deutscher und jüdischer Einwohner plünderten.

Nach dem Ersten Weltkrieg mussten weite Teile der Provinz Posen und damit auch Rogasen an die Zweite Polnische Republik abgetreten werden.

Während der nazideutschen Besetzung im Zweiten Weltkrieg gehörte die Stadt zum Reichsgau Wartheland. Die Reichsregierung ließ eine Lehrerbildungsanstalt (LBA) und ein Lager des Reichsarbeitsdienstes (RAD) in Rogasen einrichten.

Seit 1945 gehört die Stadt wieder zur polnischen Woiwodschaft (Provinz) Posen, seit 1999 Großpolen.

Gemeinde

Zur Stadt- und Landgemeinde gehören neben der Stadt Rogoźno weitere 17 Ortsteile (deutsche Namen bis 1945) mit einem Schulzenamt.

Weitere Ortschaften der Gemeinde sind:

Sehenswürdigkeiten

Wappen

Das Wappen zeigt in Rot einen halben silbernen Adler und einen silbernen Schlüssel und darüber eine goldene Krone.

Flagge

Die Stadtflagge Rogoźnos hat drei horizontale Streifen in weiß, gold und rot. Die mittlere goldene Spur ist doppelt so breit wie die weiße und rote.

Verkehr

Die Stadt hat einen Bahnhof an der 1879 eröffneten Bahnstrecke Poznań–Piła (Posen–Schneidemühl) und der 1888/89 eröffneten, aber seit 1991/93 bei Rogoźno nur noch im Güterverkehr betriebenen Bahnstrecke Inowrocław–Drawski Młyn (Hohensalza–Dratzigmühle).

Bildung

Persönlichkeiten

Commons: Rogoźno – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Area and population in the territorial profile in 2024. Abgerufen am 7. September 2025.
  2. ↑ Hans-Heinrich Bass: Hungerkrisen in Preussen während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Scripta Mercaturae Verlag, St. Katharinen 1991, ISBN 3-922661-90-4, S. 250–251.
  3. ↑ Rogasen im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 22. März 2026.
  4. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 Vgl. Deutsche Topograph. Karte, 3267 Bülowsthal
  5. ↑ Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 6. März 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  6. ↑ Bornhof, Rudolf (tracesofwar.com)