Rolf Fieguth

Rolf Fieguth (* 2. November 1941 in Berlin) ist ein deutscher Slawist und emeritierter Professor für Slawische Sprachen und Literaturen an der Universität Freiburg (Schweiz).

Leben

Nach Studium der Slawistik und Osteuropäischen Geschichte an der FU Berlin und der LMU München und seiner Promotion über Adam Mickiewicz forschte er an Akademie-Instituten in Warschau und Moskau und unterrichtete nach seiner Habilitation an der Universität Konstanz, der Universität Mannheim und der Universiteit van Amsterdam. Von 1980 bis 1983 war er Professor für Slawistik am Osteuropa‐Institut der Freien Universität Berlin, ab April 1983 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2007 Ordinarius für Slawische Sprachen und Literaturen an der Universität Freiburg.

Er ist mit der Künstlerin und Übersetzerin Hilde Fieguth verheiratet, hat eine erwachsene Tochter und lebt in Freiburg im Üechtland.

Werk

Seine Forschungsschwerpunkte sind Literaturtheorie (Russischer Formalismus, Mitteleuropäischer Strukturalismus, Roman Ingarden, Theorie des Gedichtzyklus und des Poems), russische Literatur des 18. bis 20. Jahrhunderts und polnische Literatur des 16. bis 20. Jahrhunderts. Außerdem ist er tätig als Herausgeber und Übersetzer wissenschaftlicher und literarischer Werke aus dem Russischen, Polnischen und Französischen. Er ist der Herausgeber einer deutsch-polnischen Ausgabe von Cyprian Norwids Gedichtzyklus Vade‐mecum (1866) sowie, gemeinsam mit Fritz Arnold, der Gesammelten Werke von Witold Gombrowicz.

Auszeichnungen

Schriften (Monographien, Herausgeberschaften – Auswahl)

Als Übersetzer

Einzelnachweise

  1. ↑ Margarete Fieguth Jacot: Doktorat honoris causa dla profesora Rolfa Fiegutha. 25. Oktober 2017, abgerufen am 25. Oktober 2017 (polnisch).