Rolf Monheim (* 26. Dezember 1941 in Bochum; † 2. Juli 2025 in Bayreuth) war ein deutscher Geograph, Stadtplaner und Hochschullehrer.
Rolf Monheim war der Sohn des Geographen Felix Monheim und dessen Gattin Ingeborg Monheim, geborene Schmiedeknecht. Zur Familie gehören noch Rolfs Bruder Heiner Monheim, emeritierter Geographie-Professor und Verkehrsplaner, sein Vetter und Unternehmer Bernd Monheim sowie seine Cousine und Kunstmäzenin Irene Ludwig, deren gemeinsamer Urgroßvater der Schokoladenfabrikant Leonard Monheim, ein Bruder des Chemikers Viktor Monheim war. Nach seinem Schulabschluss studierte Rolf Monheim von 1961 bis 1968 an den Universitäten in Bonn, München und Aachen die Fächer Geographie, Geschichte und Soziologie und promovierte 1968 an der Universität Bonn mit der Dissertation Die Agrostadt im Siedlungsgefüge Mittelsiziliens. Ebenfalls in Bonn habilitierte er sich im Jahr 1976 mit seiner Schrift Fußgängerbereiche und Fußgängerverkehr in Innenstädten in der Bundesrepublik Deutschland.
Anschließend wurde er ab 1978 als ordentlicher Professor für Angewandte Stadtgeographie und Stadtplanung an die Universität Bayreuth berufen, wo er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2007 lehrte. Seitdem war Monheim als Freiberufler und Referent in Forschung und Beratung für stadtplanerische Modernisierung tätig.
Monheims Schwerpunkte lagen auf der Struktur der Innenstädte in Deutschland und Italien, in Hinblick auf deren Nutzung und Erschließung, der Bewertung und der historischen Entwicklung, dem Einzelhandel und den Einkaufszentren, dem Verkehr und der Mobilität, der Freizeit und dem Tourismus, sowie der Stadtplanung und -gestaltung und dem Stadtmarketing. Dazu schrieb er mehrere Monografien und zahlreiche Fachaufsätze für diverse Fachverlage und Hochschulschriften.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Monheim, Rolf |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Geograph und Stadtplaner |
| GEBURTSDATUM | 26. Dezember 1941 |
| GEBURTSORT | Bochum |
| STERBEDATUM | 2. Juli 2025 |
| STERBEORT | Bayreuth |