Rolf Schill (* 5. Juli 1933 in Tarutino (damals Rumänien); † 17. Januar 1992 in Zorge) war ein deutscher Komponist und Kapellmeister.
Die Familie zog 1939 nach Ulm in Deutschland, kurz vor der Invasion sowjetischer Truppen in Bessarabien. Rolf Schill besuchte das dortige Humboldt-Gymnasium und schloss mit dem Abitur ab. Danach folgte das Studium an der Musikhochschule Stuttgart unter Johann Nepomuk David und Hermann Reutter. Kurzzeitig besuchte er auch die Kirchenmusikschule Esslingen.
Seine musikalische Laufbahn begann Schill als Kapellmeister; zunächst in Ulm (1958–1959) und am Stadttheater Cottbus (1959–1970) zunächst am Musiktheater, dann wechselte er ins Schauspiel als Komponist, wo er den Theaterregisseur Rolf Winkelgrund kennenlernte. Beide wechselten gemeinsam 1970 ans Hans Otto Theater in Potsdam. Schill schrieb am dortigen Schauspieltheater Bühnenmusiken und studierte sie auch ein. Bemerkenswerte Aufführungen waren dabei Der weiße Anzug oder Die Überquerung des Niagarafalls nach Stücken von Alonso Alegría, Das Wunschkind oder Bluthochzeit. 1991 wechselte Schill kurzzeitig ins Schauspielfach und spielte den Pfarrer in der Verfilmung Trillertrine.
Rolf Schill war seit 1959 verheiratet mit Herta Schill (geb. Bohot), daselbst Musiklehrerin. Er starb am 17. Januar 1992 in Zorge und hinterließ drei Kinder: Susanne, Roland und Christof, von denen zwei ebenfalls musikbezogene Berufe einschlugen: Susanne ist Kirchenmusikerin, Christof professioneller Flamencogitarrist, und auch Roland spielt Gitarre.
| Personendaten | |
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| NAME | Schill, Rolf |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Komponist und Kapellmeister |
| GEBURTSDATUM | 5. Juli 1933 |
| GEBURTSORT | Tarutino (Ukraine) |
| STERBEDATUM | 17. Januar 1992 |
| STERBEORT | Zorge (Deutschland) |