| Rombach Verlag | |
|---|---|
| Rechtsform | GmbH & Co. KG |
| Sitz | Freiburg im Breisgau |
| Leitung | Andreas Hodeige |
| Branche | Verlagswesen |
| Website | www.rombach-verlag.de |
Der Rombach Verlag ist ein Verlag aus Freiburg im Breisgau. Er gehört zur Rombach Gruppe.

1936 gründeten Heinrich Rombach (1897–1970) und Anton Knoll die „Heinrich Rombach & Co. KG“ als Zeitungsverlag, in dem bis 1940 die katholische Freiburger Tagespost erschien. Mit der Gründung reagierte Rombach auf eine neue Vorschrift der Reichspressekammer, nur noch persönlich haftende Unternehmer als Zeitungsherausgeber zuzulassen, womit eine „Entkonfessionalisierung“ angestrebt wurde. Er löste den katholischen Preßverein Freiburg, dessen Direktor er zuvor gewesen war, als Herausgeber der Tagespost ab und übernahm die Gebäude in der Rosastraße. Dort expandierte er bis in die 1950er Jahre sein Unternehmen mit weiteren Bauten.
1948 wurde das Unternehmen in eine GmbH umgewandelt und begann auch als Buchverlag zu agieren. Ab 1955 wurde die Sektion Buchverlag Rombach unter Leitung von Rombachs Schwiegersohn Fritz Hodeige aufgebaut. Hodeige holte 1968 Gerd-Klaus Kaltenbrunner als Lektor zum Verlag. Dieser versuchte das Haus als Gegengewicht zum Suhrkamp Verlag liberal-konservativ auszurichten. Autoren wie Ernst Topitsch, Alois Dempf, Hermann Lübbe, Arnold Künzli, Hans Sachsse, Hans Sedlmayr, Hans Lenk und andere veröffentlichten fortan bei Rombach. 1972 wurde Kaltenbrunner entlassen.
1986 wurden Cornelia, Christian und Andreas Hodeige, Enkel von Heinrich Rombach, zu Geschäftsführern der Unternehmensgruppe bestellt. Andreas Hodeige (* 1957) ist Geschäftsführender Gesellschafter der Rombach Verlag GmbH & Co. KG.
Ab Mitte der 1980er Jahre verfolgte der Verlag mit der interdisziplinären Kulturwissenschaft ein neues Wissenschaftskonzept, insbesondere repräsentiert durch die Reihe Litterae. 2020 übernahm die Nomos Verlagsgesellschaft das Wissenschaftssegment des Rombach Verlags. Sie führt diese Sparte als Imprint unter dem Namen »Rombach Wissenschaft« weiter. Im Rombach Verlag verblieben die Programmbereiche Regionalia und Sachbuch.
Zum Verlagsprogramm gehören Sachbücher mit dem Schwerpunkt Regionalgeschichte (Südbaden, Schwarzwald, Elsass), darunter Schriftenreihen des Freiburger Münsterbauvereins und der Badischen Heimat, Bildbände, Freizeit-, Wander-, Städte- und Restaurantführer sowie Kochbücher.
Bis zur Übernahme der Sparte durch Nomos veröffentlichte der Verlag neben Regionalia schwerpunktmäßig kulturwissenschaftliche Werke. Er hatte sich mit u. a. dem Hofmannsthal-Jahrbuch als wichtiger Ort der Hofmannsthal-Forschung etabliert. Mehrere wissenschaftliche Reihen wurden im Hause publiziert wie Litterae, Scenae, Voces und Paradeigmata. Mit dem Militärgeschichtlichen Forschungsamt (MGFA) entstanden nennenswerte militärhistorische Schriften. Im Onlinebereich wurde z. B. der Opernführer von den Musikwissenschaftlern Attila Csampai und Dietmar Holland angeboten.
Eine enge Beziehung besteht seit Beginn der Verlagstätigkeit zur Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, deren Universitätsblätter verlegt werden.