Rosaline Masson

Grabstein der Familie Masson (Orme), Grange Cemetery, Edinburgh

Rosaline Masson (* 6. Mai 1867 in Edinburgh; † 7. Dezember 1949 ebenda) war eine schottisch-britische Autorin.

Leben

Masson war die eine von drei Töchtern des Professors David Masson und der Frauenrechtlerin Emily Rosaline Orme. Ihr Vater war Vorsitzender des Fachbereichs Englisch an der Universität Edinburgh. Ihr jüngerer Bruder war der Wissenschaftler David Orme Masson, ihre Schwestern waren Helen und die Krankenschwester und Frauenrechtlerin Flora Masson. Ihre Tante Eliza Orme war die erste Frau, die in England einen Abschluss in Rechtswissenschaften erwarb. Sie nannte sich manchmal „Rosaline Orme Masson“, vielleicht in Nachahmung ihres Bruders David Orme Masson; jedoch ist ihr Mittelname weder in ihrer Geburts- noch in ihrer Sterbeurkunde verzeichnet,

Als aktive Verfechterin bürgerschaftlicher Anliegen während ihres gesamten Lebens wurde sie 1919 eine der ersten Frauen im Council der Cockburn Association, eine der ältesten Organisationen für Denkmalschutz und Stadtplanung. Masson war bis 1935 in der Organisation tätig und verfasste 1925 eine Geschichte ihrer ersten fünfzig Jahre unter dem Titel Scotia’s Darling Seat, 1875–1925.

Durch ihren Vater begegnete Masson vielen literarischen Größen ihrer Zeit, die das Haus der Familie in Edinburgh besuchten. In ihrem Buch Poets, Patriots, and Lovers berichtet sie zahlreiche Anekdoten über diese Begegnungen, die Einblicke in die Persönlichkeiten der Besucher wie Thomas Carlyle, J. M. Barrie oder Robert Browning geben. Sie verbrachte etwa zwei Wochen mit dem Philosophen Herbert Spencer in dessen Haus in Brighton und auch hiervon finden sich Begebenheiten im Buch.

Masson war eine vielseitige Schriftstellerin, deren Werke Geschichtsdarstellungen wie Scotland the Nation, Biografien von William Wordsworth und Robert Louis Stevenson, Romane wie In Our Town oder Nina sowie Kurzgeschichten wie My Poor Niece and Other Stories oder A Departure from Tradition and Other Stories umfassen, zusätzlich zu Artikeln in Zeitungen und Zeitschriften wie Blackwood’s Magazine, Chambers’s Journal oder The Scotsman.

Masson starb in Edinburgh und ist auf dem Grange Cemetery zusammen mit ihren Eltern begraben.

Werke

Biografien
Geschichte
Herausgaben
Romane und Erzählungen
Wikisource: Rosaline Masson – Quellen und Volltexte (englisch)

Einzelnachweise

  1. ↑ Elizabeth Ewan, Sue Innes, Siân Reynolds und Rose Pipes (Hrsg.): The Biographical Dictionary of Scottish Women: From the Earliest Times to 2004. Edinburgh University Press, Edinburgh 2007, ISBN 978-0-7486-2660-1, S. 258 f. (google.de).
  2. ↑ The Late Professor Masson In: The Guardian, 17. Oktober 1907, S. 12. Abgerufen am 9. Mai 2020 (englisch). 
  3. ↑ Flora Masson (1857–1937), nurse and author of Edinburgh. In: Library. University of Leeds, abgerufen am 17. November 2025 (englisch).
  4. ↑ L. W. Weickhardt: Sir David Orme Masson (1858–1937). In: Australian Dictionary of Biography. Band 10. National Centre of Biography, Australian National University, Canberra 1986, ISBN 978-0-522-84459-7 (englisch, Online).
  5. ↑ G. G. Smith und Sondra Miley Cooney: Masson, David Mather (1822–1907). In: H. C. G. Matthew und Brian Harrison (Hrsg.): Oxford Dictionary of National Biography. Oxford 7. Januar 2010, doi:10.1093/ref:odnb/34924 (englisch).
  6. ↑ Leslie Howsam: Orme, Eliza (1848–1937). In: H. C. G. Matthew und Brian Harrison (Hrsg.): Oxford Dictionary of National Biography. Oxford 23. September 2004, doi:10.1093/ref:odnb/37825 (englisch).
  7. ↑ Siehe die entsprechenden Registereinträge des General Register Office for Scotland.
  8. ↑ Historic Cockburn Association Office-Bearers. The Cockburn Association, abgerufen am 16. Dezember 2025.
  9. ↑ Rosaline Masson: Poets, Patriots, and Lovers: sketches and memories of famous people. James Clarke & Co., 1933, S. 38, 183, 198, 221 (englisch).
  10. ↑ Rosaline Masson - Edinburgh Author's Death. In: The Scotsman. Nr. 33239, 8. Dezember 1949, S. 8.
Personendaten
NAME Masson, Rosaline
KURZBESCHREIBUNG schottisch-britische Autorin
GEBURTSDATUM 6. Mai 1867
GEBURTSORT Edinburgh, Schottland, Vereinigtes Königreich
STERBEDATUM 7. Dezember 1949
STERBEORT Edinburgh, Schottland, Vereinigtes Königreich