

Rosetta Douglass Sprague (* 24. Juni 1839 in New Bedford, Massachusetts; † 25. November 1906 in Washington, D.C.) war eine US-amerikanische Lehrerin und Aktivistin. Sie war Mitinitiatorin einer der Organisationen, die später die National Association of Colored Women’s Clubs bildeten.
Rosetta wurde 1839 in New Bedford, Massachusetts, als ältestes von fünf Kindern von Anna Murray-Douglass (1813–1882) und Frederick Douglass (1818–1895) geboren. Ihre Geschwister waren Lewis Henry Douglass (1840–1908), Frederick Douglass Junior (1842–1892), Charles Remond Douglass (1844–1920) und Anna Douglass (1849–1860).
Als sie fünf Jahre alt war, zog die Familie nach Lynn, Massachusetts. Mit sechs Jahren wurde sie zu den Quäkern Abigail und Lydia Mott in Albany, New York, geschickt. Abigail brachte ihr Lesen und Schreiben bei, und Lydia lehrte sie das Nähen. Ab 1850, im Alter von elf Jahren, half sie ihrem Vater bei der Herstellung und Verpackung seiner Wochenzeitung The North Star in Rochester, New York, die 800 Exemplare umfasste. Später kamen weitere Aufgaben als Assistentin hinzu, denn ihr Vater wollte sie wahrscheinlich zur Nachfolgerin aufbauen. Wie ihr Vater war sie eine kritische Denkerin, kämpfte aber zusätzlich gegen die Anforderungen der Geschlechterrollen in ihrer Zeit. Als Erwachsene arbeitete sie weiterhin mit ihrem Vater zusammen, denn auch sie hatte ein ausgeprägtes Gespür für Fragen der sozialen Gerechtigkeit. Sie riet jedoch ihrem Vater davon ab, die Präsidentschaft der Freedman's Savings Bank anzunehmen.
Im Jahr 1845 schloss die Schulbehörde von Rochester, New York, die öffentlichen Schulen für schwarze Schüler. Frederick Douglass schickte seine Tochter daher lieber in eine Privatschule, als sie auf eine rein schwarze Schule zu schicken, die Rochester für schwarze Schüler einrichtete. Sie kam nach Albany, New York, to be tutored in the home of Quaker abolitionists Abigail and Lydia Mott1848 wurde Douglass in das Seward Seminary in Rochester aufgenommen. Dort wurde sie von den weißen Studierenden getrennt, wogegen ihr Vater in seiner Zeitung schrieb. Nach einer Abstimmung unter ihren weißen Mitschülern wurde sie mit nur einer Gegenstimme auf Vorschlag des weißen, und auch abolitionistischen, Direktors von der Schule verwiesen. Sie besuchte die Vorbereitungsschule des Oberlin College in Ohio und die Salem Normal School in Massachusetts.
1862 kam sie nach Philadelphia, um als Lehrerin Arbeit zu finden, aber bald ging sie nach Salem, New Jersey, wo sie Arbeit in der Salem Normal School, der öffentlichen Schule, fand. Auch nach ihrer Heirat 1863 arbeitete sie zunächst als Lehrerin weiter, später als Mutter von sieben Kindern war sie Hausfrau. Noch vor dem Jahr 1880 zogen sie nach Washington, D.C. um, wo ihr Mann ein erfolgloser Immobilienhändler wurde, der auch in Betrugsfälle verwickelt war. Sie war nach dem Tod ihrer Mutter dagegen, dass ihr Vater Helen Pitts heiratete. Erst gehörte sie einer Methodistenkirche an, aber um 1890 trat sie zunächst der Episkopalkirche bei, kurz darauf folgte der Wechsel zur Kirche der Adventisten.
Im Jahr 1900 schrieb sie die Schrift My Mother as I Recall Her (deutsch: Meine Mutter, wie ich sie in Erinnerung habe) sowie die Schrift What Role is the Educated Negro Woman to Play in the Uplifting of Her Race? (Welche Rolle soll die gebildete Negerin zur Förderung ihrer Rasse spielen?).
Sie schrieb sinngemäß: „Die schmerzhafte Kette und die erbarmungslose Peitsche waren die Instrumente, mit denen die Demütigung und Erniedrigung des Afrikaners erreicht wurde. Geiz war der dominierende Faktor im Charakter einer großen Anzahl weißer Männer Amerikas, der das Wohlergehen des Afrikaners so verderben konnte“. Sie schrieb auch: „Erlaubt dem Schwarzen zweihundertfünfzig Jahre wertneutralen Umgang, um die zweihundertfünfzig Jahre weißer Selbstsucht auszugleichen, und seid so eifrig bei seiner Regeneration, wie ihr es bei seiner Erniedrigung wart – dann beurteilt ihn.“
Im Alter von gut 67 Jahren starb sie am 25. November 1906 in Washington, D.C. und wurde auf dem Mount Hope Cemetery in Rochester bestattet. Ihr Grab befindet sich im Bereich 2, Feld 200, wo auch ihr Mann Nathan Sprague begraben ist. Das Grab war lange Zeit in Vergessenheit geraten und wurde im Jahr 2003 wiederentdeckt.
Nach dem Bürgerkrieg, am 24. Dezember 1863 heiratete sie in Salem Nathan Sprague (1841–1907), der als Soldat im Massachusetts 54th Regiment gedient hatte. Ihr Ehemann war zuvor Sklave gewesen, er hatte nur eine schlechte Schulbildung und Mühe, Fuß zu fassen und eine regelmäßige Arbeit gut auszuführen. Weil er als Postangestellter Briefe öffnete und deren Inhalt stahl, kam er für ein Jahr in eine Strafanstalt. Das Paar hatte sieben Kinder: Annie Rosine Sprague Morris (1865–1893), Harriet Bailey Sprague (1866–1940), Alice Louisa Sprague (1869–1875), Herbert Douglass Sprague (1874–1943), Estelle Sprague Weaver (1876–1927), Rosabelle Sprague Jones (1877–1960) und Fredericka Douglass Sprague Perry (1880–1943).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Douglass, Rosetta |
| ALTERNATIVNAMEN | Sprague, Rosetta Douglass |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanische Lehrerin und Aktivistin |
| GEBURTSDATUM | 24. Juni 1839 |
| GEBURTSORT | New Bedford, Massachusetts |
| STERBEDATUM | 25. November 1906 |
| STERBEORT | Washington, D.C. |