Rudolf Henle

Rudolf Henle (* 7. Juli 1879 in Hameln; † 20. Juni 1941 in Rostock) war ein deutscher Rechtswissenschaftler und Hochschullehrer.

Leben und Wirken

Rudolf Henle studierte nach der Reifeprüfung 1898 in Trier von 1898 bis 1901 Rechtswissenschaft an den Universitäten Göttingen, Straßburg, München, Berlin und Bonn. Im Jahre 1902 wurde er zum Dr. iur. an der Universität Bonn promoviert. Nach seinem Rechtsreferendariat war er von 1906 bis 1909 als Gerichtsassessor im preußischen Justizdienst tätig. 1909 habilitierte er sich an der Universität Bonn und lehrte dort als Privatdozent bzw. Titularprofessor (1913). Als Soldat nahm er von 1916 bis 1917 am Ersten Weltkrieg teil. 1919 wurde er außerordentlicher Professor für Römisches und Bürgerliches Recht an der Universität Gießen. Von 1923 bis 1941 lehrte er als Ordinarius an der Universität Rostock.

Rudolf Henle veröffentlichte mehrere Schriften zur Geschichte des Bürgerlichen Rechts sowie ein zweibändiges Lehrbuch. Seit 1913 gehörte er der Deutsch-Hannoverschen Partei (Welfen) an und äußerte sich mehrfach in kleinen Schriften als Anhänger der großdeutsch-föderalistischen Bewegung und zur Reichsreform.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ Henle, Rudolf. In: Catalogus Professorum Rostochiensium (mit allen biografischen Daten u. Foto, abgerufen am 25. Juni 2026); Michael Buddrus/Sigrid Frizlar: Die Professoren der Universität Rostock im Dritten Reich. Ein biographisches Lexikon (= Texte und Materialien zur Zeitgeschichte, Bd. 16). Saur, München 2007, S. 185f.