Rudolf Hoke

Rudolf Hoke (* 15. August 1929 in Duisburg; † 26. Mai 2025 in Wien) war ein österreichischer Rechtshistoriker und Professor der Universität Wien.

Todesanzeige

Leben

Hoke studierte Rechtswissenschaften und Staatswissenschaften in Wien, beide Studien schloss er mit der Promotion ab. An der Universität Saarbrücken wurde er ab 1956 der erste Assistent von Wilhelm Wegener. 1966 habilitierte sich Hoke mit einer Arbeit über die Reichsstaatsrechtslehre des Johannes Limnaeus. Nach seiner Habilitation war er an der Universität Saarbrücken zunächst als Privatdozent, dann als Professor tätig. Von 1967 bis 1969 gehörte er als Senator zum Führungsgremium dieser Universität.

Die Verfassungsgeschichte des deutschen Reiches (Heiliges Römisches Reich deutscher Nation) und die darin (in der sogenannten „Reichspublizistik“) vertretenen Positionen blieben auch danach einer der Schwerpunkte der wissenschaftlichen Arbeit Hokes. Sie waren Grundlage einer Reihe von Vortragsreisen nach Frankreich und Italien und von Publikationen in diesen Ländern.

1971 wurde er als Nachfolger des verstorbenen Hans Lentze an die Universität Wien berufen. Als Professor am Institut für Deutsches Recht und österreichische Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte war Rudolf Hoke bis zu seiner Emeritierung 1997 tätig. Er war wie sein Institutskollege Werner Ogris über längere Zeit Vorstand dieses Institutes. In den Jahren 1979 bis 1981 war er Dekan der Wiener juridischen Fakultät. Er war Mitglied der Vereinigung für Verfassungsgeschichte.

Seine wissenschaftlichen Arbeitsgebiete waren österreichische und deutsche Rechtsgeschichte, Wissenschaftsgeschichte, Kirchenrecht und deutsches Privatrecht.

Im September 1996 war Rudolf Hoke gemeinsam mit Werner Ogris Mitveranstalter des 31. Deutschen Rechtshistorikertags in Wien. Als Mitherausgeber der Rechtshistorischen Reihe war er an der Betreuung von über hundert Fachpublikationen beteiligt. Ilse Reiter-Zatloukal war eine von ihm betreute Habilitandin. Er wurde am Ottakringer Friedhof bestattet.

Auszeichnungen

Werke

Die folgenden Werke bilden nur eine Auswahl aus den Publikationen Rudolf Hokes.

Literatur

Anmerkungen und Einzelnachweise

  1. ↑ Wiener Rechtsgeschichtliche Gesellschaft. Abgerufen am 27. Mai 2025.
  2. ↑ Rudolf Hoke in der Verstorbenensuche bei friedhoefewien.at
  3. ↑ Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF-Datei; 6,59 MB).
  4. ↑ Nachträglich vergebene ISBN, nicht allgemein verwendbar, DNB 457019794.