Rudolf Sedlmayer (* 11. August 1905 in München; † 15. Mai 1974) war ein deutscher Sportfunktionär.
Sedlmayer machte 1927 seine höhere technische Ausbildung an der Akademie für angewandte Technik und arbeitete in der Folge für die Reichsbahn und später die Deutsche Bundesbahn. Er wurde als Technischer Bundesbahnoberamtsrat pensioniert.
Vor und nach dem Zweiten Weltkrieg war er Leiter der Leichtathletik-Abteilung des MTV München von 1879. Von 1955 bis 1973 war er zudem Präsident des Bayerischen Landes-Sportverbandes, dem er seit 1945 als Gründungsmitglied angehört hatte, und seit 1967 war er Vorstandsmitglied der Deutschen Sporthilfe. Er war Mitglied des Organisationskomitees der Olympischen Sommerspiele 1972 in München und war maßgeblich an der Planung, dem Aufbau und der Durchführung dieses sportlichen Großereignisses in seiner Heimatstadt beteiligt.
1967 verfasste er das Buch Olympiastadt 1972 - Bayerns Sportler kommen zu Wort, München, Münchner Leben.
Er wurde für seine herausragenden Verdienste um den Sport unter anderem mit dem Bayerischen Verdienstorden und dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Zu Ehren Sedlmayers wurde nach seinem Tod die olympische Basketballhalle in München im Juni 1974 in Rudi-Sedlmayer-Halle umbenannt, die 2011 offiziell in Audi Dome umbenannt wurde und seit 2023 BMW Park heißt, den Schriftzug mit seinem Namen jedoch weiterhin trägt. In ihrem Foyer steht eine Büste Sedlmayers.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sedlmayer, Rudolf |
| ALTERNATIVNAMEN | Sedlmayer, Rudi |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Sportfunktionär |
| GEBURTSDATUM | 11. August 1905 |
| GEBURTSORT | München |
| STERBEDATUM | 15. Mai 1974 |