| Rum | ||||
|---|---|---|---|---|
|
| ||||
| Basisdaten | ||||
| Staat: | ||||
| Region: | Westtransdanubien | |||
| Komitat: | Vas | |||
| Kleingebiet bis 31.12.2012: | Szombathely | |||
| Kreis: | Szombathely | |||
| Koordinaten: | 47° 8′ N, 16° 51′ O | |||
| Fläche: | 16,85 km² | |||
| Einwohner: | 1.204 (1. Jan. 2025) | |||
| Bevölkerungsdichte: | 71 Einwohner je km² | |||
| Telefonvorwahl: | (+36) 94 | |||
| Postleitzahl: | 9766 | |||
| KSH-kód: | 10597 | |||
| Struktur und Verwaltung (Stand: 2024) | ||||
| Gemeindeart: | Gemeinde | |||
| Bürgermeister: | Ferenc Beni (parteilos) | |||
| Postanschrift: | Béke utca 22 9766 Rum | |||
| Website: | ||||
| (Quelle: II. Detailed data of localities In: Detailed Gazetteer of Hungary. Hungarian Central Statistical Office) | ||||

Rum [] ist eine ungarische Gemeinde im Kreis Szombathely im Komitat Vas.
Rum liegt 20 Kilometer südöstlich des Komitatssitzes und der Kreisstadt Szombathely am linken Ufer des Flusses Rába. Die Gemeinde ist 24 Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt. Nachbargemeinden sind Csempeszkopács, Meggyeskovácsi, Kám, Alsóújlak, Zsennye und Rábatöttös.
Schon in der Zeit der Römer führte die Straße von Sabaria nach Sopianae über den Fluss. Die Reste der Brücke und des Wachhäuschens für die Soldaten wurden offengelegt. Die Pfähle der Holzbrücke sind im Flussbett bei niedrigem Wasserstand auch heute sichtbar. Ebenfalls bekannt ist der dem Posten gehörende Friedhof.
„Terra Rum“ heißt es im ältesten Dokument aus dem Jahr 1246, das seinen Namen erwähnt. Während des Tatarenfeldzugs im Jahre 1242 wurde das Gebiet entvölkert, wahrscheinlich deswegen wird es als Land („Terra“) und nicht als Siedlung referenziert. Im Jahre 1260 wurde es als „terra castri Rwm“, 1560 als „Rwm fortalicium“ (Festung, Burg) bezeichnet – wohl ein Hinweis auf die Festung, von der die Brücke bewacht wurde. 1619 wurde die Siedlung das erste Mal als „Rum oppidum“ (Feldstadt) erwähnt.
Im Jahre 1857 wohnten hier 645 Menschen in 68 Häusern. 1869 brannte fast der ganze Ort ab. Im Jahr 1913 gab es in der damaligen Kleingemeinde 176 Häuser und 1315 Einwohner auf einer Fläche von 2953 Katastraljochen. Sie gehörte zu dieser Zeit zum Bezirk Vasvár im Komitat Vas.
Seit 1988 ist Rum eine selbständige Gemeinde. 1990 fanden die ersten freien Wahlen für die Selbstverwaltung statt.
Der Hauptbeschäftigungssektor der Bevölkerung ist traditionell die Landwirtschaft. Zur Zeit der Volksrepublik arbeiteten die Bauern in einer Produktionsgenossenschaft. Seit 1990 beschäftigt sich die Nachfolgegesellschaft auch mit Handel und Dienstleistungen. Sie betreibt auch eine Kiesgrube.
Seit 1970 wurden viele Ferienhäuser eingerichtet. Heute siedeln auch Deutsche und Österreicher in die Region um, wo viele deutsch sprechen.
Seit 1980 gibt es eine Näherei.
Von 1894 bis 1974 fuhr die Eisenbahn zwischen Szombathely und Rum; entlang der Strecke gibt es heute einen Radweg. Die ehemalige Endstation wurde beim Kreisverkehr der Hauptstraße Nr. 87, die durch den Ort führt, als Erinnerungsstätte gestaltet. Die Landstraße Nr. 8701 von Sárvár nach Rábahídvég kreuzt im Ort die Hauptstraße. Es bestehen Busverbindungen nach Nagytilaj, Sárvár, Szombathely und Vasvár. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich elf Kilometer südwestlich in Püspökmolnári.