Ruodmann (* im 10. Jahrhundert; † 1. August 985 in Reichenau) war von 972 bis 985 Abt des Klosters Reichenau.
Ruodmann war Mönch der Reichenau und galt als reformerischer Reichenauer Abt und Vertreter der Gorzer Reformbewegung (Ordo Gorzensis). Ruodmann wurden gute Verbindungen zum ottonischen Herrscherhaus attestiert.
Abt Ruodmann bestattete 973 Burchard III., Herzog von Schwaben, in der – heute nicht mehr existenten – Erasmus-Kapelle der Kirche Sankt Georg auf der Reichenau.
Als Abt erhielt er große Schenkungen der letzten Nachkommen der beiden mächtigsten schwäbischen Geschlechter, der Alaholfinger und der Burkhardinger. So konnte er den Klosterbesitz außerordentlich vermehren und ein tragfähiges wirtschaftliches Fundament für eine zweite künstlerische Blüte der Reichenau bereiten. Unter den Äbten Eggehard I., Ruodman und Witigowo erreichte die Reichenauer Buchmalerei ihren künstlerischen Höhepunkt.
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Eggehard I. | Abt von Reichenau 985–997 | Witigowo |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ruodmann |
| ALTERNATIVNAMEN | Ruodmann von Reichenau |
| KURZBESCHREIBUNG | Abt des Klosters Reichenau (972–985) |
| GEBURTSDATUM | 10. Jahrhundert |
| STERBEDATUM | 1. August 985 |
| STERBEORT | Reichenau |