Ruth Klatte (* 15. Juli 1925 in Dresden; † 27. Juli 2025) war eine deutsche Malerin und Grafikerin.
Ruth Klatte studierte ab 1941 in Dresden an der Staatlichen Akademie für Kunstgewerbe, ab 1943 bei Rupprecht von Vegesack. Danach arbeitete sie als freischaffende Künstlerin in Dresden. 1946 heiratete sie den promovierten Juristen Gerhard Klatte und wurde Mutter von zwei Töchtern. Sie war weiterhin als Künstlerin tätig, nachdem die Familie 1951 in Meiningen sesshaft geworden war. Ab 1956 war sie zum Malen auf dem Darß und Fischland, arbeitete dort mit Arnold Klünder und begegnete 1958 Hans Kinder. Sie schloss Freundschaft mit den dort sesshaften Künstlern wie Fritz Koch-Gotha und dessen Frau Dora Koch-Stetter, mit Doris Oberländer und Frida Löber und der Barther Malerin Elisabeth Sittig.
Nach der Trennung von ihrem Mann zog Ruth Klatte 1961 nach Wieck und lebte dort im Jagdhaus 14. Der Direktor der Dresdner Galerie Neue Meister Horst Zimmermann förderte sie; ihr gelang ein künstlerischer Neuanfang mit ersten Holz- und Linolschnitten. In der DDR unternahm Ruth Klatte Studienreisen u. a. nach Italien, 1972 in die Sowjetrepubliken Mittelasiens sowie in die CSSR. Von 1972 bis 1974 widmete sie sich der Betreuung schwerstbehinderter Kinder in Güstrow.
Ruth Klatte war von 1952 bis 1990 Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR.
2010 übergab sie dem Thüringen Museum Eisenach dreißig ihrer Gemälde.
Bilder Ruth Klattes befinden sich unter anderem in der Eremitage St. Petersburg, im Kunstmuseum Ahrenshoop, in der Kunsthalle Rostock, im Kulturhistorischen Museum Rostock, im Kulturhistorischen Museum Stralsund, im Stadtmuseum Pirna, in den Meininger Museen, im Darß-Museum Prerow und in der Kunstsammlung des vormaligen Landkreises Nordvorpommern.
Tafelbilder
Druckgrafik
Aquarelle
Einzelausstellungen
Ausstellungsbeteiligungen
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Klatte, Ruth |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Malerin und Grafikerin |
| GEBURTSDATUM | 15. Juli 1925 |
| GEBURTSORT | Dresden |
| STERBEDATUM | 27. Juli 2025 |