Ruth Salzman Adams (* 25. Juli 1923 in Los Angeles; † 25. Februar 2005 in La Jolla) war eine US-amerikanische Friedens- und Abrüstungsaktivistin.

Ruth Adams wuchs in Nevada auf, wo ihr Vater, der die Familie verließ, als sie noch jung war, als Bergbauingenieur arbeitete. Admas schrieb sich 1941 an der University of Minnesota mit dem Berufwunsch Anwältin ein, verließ aber im Folgejahr die Universität, um Freizeitaktivitäten für Mitarbeiter einer Kriegswerft in Oregon zu leiten. Sie verlor den Job, nachdem sie eine Tanzveranstaltung organisierte, die die übliche Rassentrennung unterlief (interracial dance). Adams heiratete Mark Skinner, mit dem sie zwei Töchter bekam. Die Ehe wurde 1951 geschieden, kurz nachdem das Paar nach Chicago gezogen war.
Adams übernahm verschiedene Jobs in der Verwaltung der University of Chicago, die zentral beim Manhattan-Projekt war (Entwicklung der Atombombe). Hier nahm sie an Debatten teil, die sich im Spannungsfeld zwischen akademischer Freiheit und nationaler Sicherheit im Atomzeitalter bewegten. Bereits 1945 war an der Universität Chicago das Bulletin of the Atomic Scientists gegründet worden. Erster Herausgeber war Eugene Rabinowitch, dessen Assistentin Adams 1953 wurde. Im selben Jahr heiratete sie Robert McCormick Adams Jr., einen Archäologen und späteren Provost der Universität Chicago sowie späteren Leiter der Smithsonian Institution. Auch mit ihm hatte sie eine Tochter.
1957 war Ruth Adams einzige Frau auf der ersten Pugwash Conference on Science and World Affairs. Adams war von 1961 bis 1968 und von 1978 bis 1983 Herausgeberin des Bulletin. Von 1968 bis 1971 arbeitete sie als Forscherin für die American Academy of Arts and Sciences in Cambridge, Massachusetts. Von 1971 bis 1974 war sie geschäftsführende Direktorin der American Civil Liberties Union für Illinois. 1984 wurde sie Direktorin des Programms für Frieden und internationale Zusammenarbeit der John D. and Catherine T. MacArthur Foundation. In dieser Rolle verantwortete sie unter anderem die Verteilung von über 650 MacArthur Fellowships, darunter an den Whistlelower Daniel Ellsberg. 1985 wurde sie Mitglied der American Academy of Arts and Sciences.
Die Federation of American Scientists verlieh ihr ihren Public Service Award, die American Physical Society verlieh ihr den Forum on Physics and Society Award.
Ruth Salzman Adams machte sich um die Verbreiterung der Anti-Atomwaffen-Bewegung verdient. So unterstützte sie die Gruppe International Student/Young Pugwash, in der Studierende an den Zielen der Pugwash-Konferenzen arbeiten, richtete das Programm der McArthur Foundation auch auf den Kampf gegen andere Massenvernichtungswaffen aus oder unterstützte die Gründung des International Centre of Insect Physiology and Ecology, einer Forschungseinrichtung in Nairobi zur Erforschung von Schädlingen und Krankheitsüberträgern beziehungsweise von Schädlings-resistenten Kulturpflanzen.
Die langjährige Pfeifenraucherin Adams starb mit 81 Jahren an Lungenkrebs.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Adams, Ruth S. |
| ALTERNATIVNAMEN | Adams, Ruth; Adams, Ruth Salzman |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanische Friedens- und Abrüstungsaktivistin |
| GEBURTSDATUM | 25. Juli 1923 |
| GEBURTSORT | Los Angeles |
| STERBEDATUM | 25. Februar 2005 |
| STERBEORT | La Jolla |