| SE-3101 | |
|---|---|
| Typ | experimental Hubschrauber |
| Entwurfsland | |
| Hersteller | SNCASE (Société nationale des constructions aéronautiques du Sud-Est) oder Sud-Est |
| Erstflug | 15. Juni 1948 |
| Stückzahl | 1 |
Der SNCASE SE-3101 oder Sud-Est SE-3101 war ein früher, experimenteller französischer Hubschrauber mit zwei Heckrotoren. Es wurde nur ein Exemplar gebaut.
Der SE-3101 ist ein früher, experimenteller Hubschrauber, der vom deutschen Luftfahrtpionier Henrich Focke ab Ende 1945 aus Teilen der FA 61 entwickelt wurde. Ursprünglich wurde er engagiert um die SE-3000 mit zu entwickeln, einer vergrößerten Version der Focke-Achgelis FA 223. Da zur gleichen Zeit die SE-3100, ein noch größerer Hubschrauber im Gespräch war, die Hubschraubertechnologie zu der Zeit noch recht neu war. Beauftragte die Service technique de l'aéronautique, der damaligen französischen staatlichen Einrichtung, die mit der Koordinierung von Studien im Bereich der Luftfahrt beauftragt war, zunächst eine kleinen Demonstrator, die SE-3101. Zum Team von Focke gehörten auch französische Ingenieure die sich später einen Namen mit der Entwicklung der Alouette, Frelon und Gazelle machen sollten. Der Hubschrauber ist das erste französische Hubschraubermodell, welches außerdem über Heckrotoren zur Drehmomentausgleichung verfügt. Da eines der Hauptziele der SE-3101 in der Untersuchung von Heckrotoren und deren Funktionsweise war. Er verfügt über einen einzigen Hauptrotor und weist, abgesehen von der Verwendung eines Doppelheckrotors, eine ähnliche Anordnung wie viele moderne Hubschrauber auf. Diese sind mit ihren Achsen in einem Winkel von 45° zur Horizontalen und in einem Winkel von 90° zueinander montiert, wobei die Antriebswellen in einer V-förmigen Heckkonstruktion verborgen sind. Sie treiben dreiflügelige Propeller aus Pressholz mit einem Durchmesser von 1,60 m an. Die drei Blätter des Hauptrotors verfügen jeweils über einen Stahlholmen und sind mit Stoff bespannt; der Rotordurchmesser beträgt 7,50 m.
Der Rumpf der SE-3101 besteht aus einer unverkleideten Stahlrohrkonstruktion mit rechteckigem Querschnitt. Ein 63 kW (85 PS) starker Mathis G4R Boxermotor ist im Rumpf unmittelbar unterhalb des Hauptrotors und hinter dem Piloten montiert, der über einige Instrumente verfügt und durch eine flache Windschutzscheibe geschützt ist. Der Hubschrauber verfügt über ein festes Dreiradfahrwerk mit Rädern, das durch einen kleinen Heckskid ergänzt wird. Der Erstflug fand am 15. Juni 1948 statt, bei dem die Maschine kaum abhob, erst am Nächsten Tag und ungefähr 15 kg leichter vollzog sie ihn komplett.Nach insgesamt 20 Flugstunden die in einer 18-monatigen Testphase absolviert wurden. Führte, einerseits zur Erkenntnis das dieses Konzept nicht funktioniert, da die V-Anordnung der Heckrotoren tatsächlich zu einem Leistungsverlust führten und dass der von den Rotoren erzeugte Luftstrom den Auftrieb zunichte machte. Dies führte zur Entwicklung der SNCASE SE-3110 und zur SE.3120 mit einem einzigen Heckrotor, doch keines dieser Modelle ging in Serie.
Heute wird die Maschine (F-WFDQ) im Musée de l’air et de l’espace in Le Bourget ausgestellt.
| Kenngröße | Daten |
|---|---|
| Besatzung | 1 |
| Länge | 6,90 m |
| Höhe | 2,25 m |
| Rotordurchmesser | 7,50 m |
| Leermasse | 400 kg |
| max. Startmasse | 520 kg |
| Triebwerk | 1 × Mathis G4R luftgekühlter Vierzylinder-Boxermotor, 63 kW (85 PS) Dauerleistung |
| Höchstgeschwindigkeit | 129 km/h |
| Steigrate | 4,3 m/s |