Süddeutsche Zeitung Magazin

Süddeutsche Zeitung Magazin
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Beschreibung Supplement
Sprache Deutsch
Verlag Süddeutscher Verlag (Deutschland)
Hauptsitz München
Erstausgabe 11. Mai 1990
Erscheinungsweise wöchentlich (freitags)
Verkaufte Auflage 494.544 Exemplare
(IVW 3/2026)
Chefredakteure Michael Ebert und Timm Klotzek
Geschäftsführer Christian Wegner
Weblink sueddeutsche.de/magazin
ISSN (Print)

Das Süddeutsche Zeitung Magazin (kurz: SZ-Magazin) ist die vierfarbige Beilage, ein sogenanntes Supplement, in der Freitagsausgabe der Süddeutschen Zeitung (SZ) und damit eines der größten Magazine Deutschlands neben dem Zeit-Magazin.

Geschichte

Das Magazin wurde 1990 unter der Chefredaktion von Andreas Lebert gegründet. Seit Sommer 1996 leiteten es Christian Kämmerling (* 1954) und Ulf Poschardt (* 1967). 1999 wurde bekannt, dass Tom Kummer, freier Korrespondent in Los Angeles, Interviews mit Filmstars wie Sharon Stone, Kim Basinger, Brad Pitt und Courtney Love frei erfunden hatte. Als sich herausstellte, dass Poschardt und Kämmerling gefälschte Interviews publiziert hatten, konnte sie die SZ nicht mehr weiterbeschäftigen. Ab 2000 verantworteten Dominik Wichmann und Jan Weiler gemeinsam die Redaktion. Seit 2004 war Dominik Wichmann alleiniger Chefredakteur. Wichmann wechselte zum 1. Juni 2011 als stellvertretender Chefredakteur zum Stern. Nachdem das SZ-Magazin während einer Übergangszeit von Jan Heidtmann kommissarisch geführt wurde, übernahm am 1. Juli 2011 Timm Klotzek die Chefredaktion. Seit 2013 ist Michael Ebert ebenfalls Chefredakteur an der Seite von Timm Klotzek.

Im Dezember 2018 gab das SZ-Magazin bekannt, manipulierte Beiträge von Claas Relotius von der Website entfernt zu haben.

Bekannte Autoren

Zu den bekanntesten Autoren und Kolumnisten gehören Axel Hacke, der Moralkolumnist Rainer Erlinger sowie die Journalistin und Buchautorin Meike Winnemuth. Frühere Kolumnisten waren unter anderem Hajo Schumacher, Kurt Kister, Willi Winkler, Christian Ulmen, Georg Diez, Rebecca Casati und Donna Leon.

Fotorubriken

Die Rubrik Gemischtes Doppel bebildert von Lesern eingesandte Spoonerismen. Sie wurde 2003 von Christian Gottwalt erfunden. Die Rubrik Sagen Sie jetzt nichts – Das Interview ohne Worte besteht aus verschiedenen Fotoporträts von Politikern oder Prominenten, mit denen Fragen gestisch beantwortet werden. Der Titel spielt auf den Loriot-Sketch Die Nudel an. Für Aufsehen sorgten unter anderem ein Foto des SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück 2013 mit einem Stinkefinger sowie ein Foto des SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz 2021 mit einer Merkel-Raute.

Sonderausgaben

Edition 46

Die Edition 46 des Süddeutsche Zeitung Magazins existiert seit 18 Jahren und ist eine Kunstedition des Heftes. Einmal jährlich wird die Gestaltung einer kompletten Ausgabe an einen zeitgenössischen Künstler übertragen. Den Anfang machte Anselm Kiefer 1990, gefolgt von Jeff Koons, Jenny Holzer, Sigmar Polke und Matthew Barney. Da es sich dabei um die Ausgabe der Kalenderwoche 46 handelt, trägt dieses Heft seit 1990 den Titel Edition 46. Eine öffentliche Ausstellung und umfangreiche Berichterstattung in verlagseigenen gedruckten und elektronischen Medien ergänzt diese Publikation. Bei den gastierenden Künstlern handelt es sich um internationale Protagonisten der zeitgenössischen Kunstszene. Die letzte Ausgabe im Jahr 2012 stellt dabei eine Besonderheit dar. Anders als bisher widmet sich die Ausgabe nicht einem Künstler, sondern stellt Filme von 17 internationalen Künstlerinnen und Künstlern der Videokunst vor. Parallel zu der Print-Ausgabe ließen sich die Filme über die SZ-Magazin-App und Internet in bewegtem Bild und Tönen aufrufen.

Stil Leben

Die Upscale-Ausgabe „Stil Leben“ ist die erste Line-Extension des Süddeutsche Zeitung Magazins und liegt zweimal im Jahr der Gesamtauflage der Süddeutschen Zeitung bei. Stil Leben ist ein eigenständiger Ableger des SZ-Magazins mit monothematischen Inhalten. Seit April 2013 erscheint im Frühjahr jeweils eine Ausgabe mit dem Schwerpunkt „Uhren und Schmuck“, im Herbst eine mit dem Schwerpunkt „Luxus“. Gedruckt auf hochwertigerem Papier in einem etwas größeren Format, hebt sich Stil Leben optisch von dem wöchentlich erscheinenden SZ-Magazin ab.

Auszeichnungen

2016

2015

2014

2013

2012

2011

2010

2009

2008

2007

2006

2004

Weitere

Quelle:

Bücher mit Kolumnen

Einzelnachweise

  1. ↑ Nina Kirst: Nach 10 Jahren beim „SZ Magazin“: Wichmann wird Vize-Chef beim „stern“. kressreport, 23. September 2010, abgerufen am 23. September 2010.
  2. ↑ kuz: Timm Klotzek übernimmt „SZ-Magazin“. Spiegel Online, 22. Dezember 2010, abgerufen am 21. Oktober 2011.
  3. ↑ Interviews von Claas Relotius im SZ-Magazin. 20. Dezember 2018, abgerufen am 11. Oktober 2021.
  4. ↑ Donna Leon wird SZ-Magazin Kolumnistin
  5. ↑ SZ Magazin. Abgerufen am 20. März 2021.
  6. ↑ Süddeutsche Zeitung Magazin mbH: Gemischtes Doppel: Spielwörter für Wortspieler. Süddeutsche Zeitung, 2013, ISBN 978-3-86497-144-0 (google.de [abgerufen am 20. März 2021]).
  7. ↑ Sagen Sie jetzt nichts. Abgerufen am 12. Oktober 2022.
  8. ↑ Sagen Sie jetzt nichts, Peer Steinbrück. 13. September 2013, abgerufen am 22. September 2021.
  9. ↑ Sebastian Jarzebski: Erzählte Politik: Politische Narrative im Bundestagswahlkampf. Springer-Verlag, 2020, ISBN 978-3-658-31013-4, S. 51 (google.de [abgerufen am 22. September 2021]).
  10. ↑ Axel Martens: Sagen Sie jetzt nichts, Olaf Scholz. 19. August 2021, abgerufen am 22. September 2021.
  11. ↑ Dagmar Rosenfeld: SPD-Kanzlerkandidat: Mit der Raute sendet Scholz eine kalkulierte Botschaft. In: Die Welt. 20. August 2021 (welt.de [abgerufen am 22. September 2021]).
  12. ↑ sz-magazin.sueddeutsche.de (Memento vom 26. September 2009 im Internet Archive)
  13. ↑ Journalistenpreise auf sz-magazin.de, abgerufen am 18. Februar 2022.