Sacred Name Movement

Die Sacred Name Movement (SNM) ist eine Bewegung innerhalb des Adventismus, deren Anliegen es ist, die Verwendung des hebräischen Namens Gottes zu betonen. Beeinflusst von Clarence Orvil Dodd misst die Bewegung der Verwendung von Gottes Namen dieselbe Bedeutung bei wie den jüdischen Festen. Anhänger der SNM halten sich im Allgemeinen auch an viele Gesetze und Zeremonien des Alten Testaments, wie den Sabbat am siebten Tag, die Feste der Tora und die Speisevorschriften der Kaschrut. Die Bewegung lehnt zudem die Dreifaltigkeitslehre als unbiblisch ab.

Geschichte

Die Sacred-Name-Bewegung entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus der Bewegung der Gemeinde Gottes des siebenten Tages. Sie wurde von Joseph Franklin Rutherford beeinflusst, nachdem er 1931 den Namen des Hauptzweigs der Bibelforscherbewegung in Jehovas Zeugen geändert hatte.

Bibeln mit heiligen Namen

Angelo Traina, ein Schüler von Dodd, übernahm die Herausgabe einer Bibelausgabe mit heiligen Namen und veröffentlichte 1950 das Holy Name New Testament sowie 1962 die Holy Name Bible. Beide basieren auf der King-James-Bibel, wobei jedoch einige Namen und Begriffe in ihre hebräischen Formen abgeändert wurden – wie beispielsweise „Gott“ in „Elohim“, „Lord“ in „Jahweh“ und „Jesus“ in „Jahshua“. Seitdem sind weitere Heilige-Namen-Bibeln erschienen, und die meisten Konfessionen der Heilige-Namen-Bewegung verwenden eine solche Ausgabe.

Einzelnachweise

  1. 1 2 George D. Chryssides: Sacred Name Movement. In: Peter Clarke (Hrsg.): Encyclopedia of New Religious Movements. Routledge, 2004, ISBN 978-1-134-49970-0, S. 543–544 (google.de).
  2. ↑ Nathan Fredrickson: Sacred Name Movement. In: George Thomas Kurian, Mark A. Lamport (Hrsg.): Encyclopedia of Christianity in the United States. Band 5. Rowman & Littlefield, Lanham, Maryland 2016, ISBN 978-1-4422-4432-0, S. 2003–2005 (google.de).
  3. ↑ George D. Chryssides: Sacred Name Movement. In: Historical Dictionary of New Religious Movements. Scarecrow Press, 2012, ISBN 978-0-8108-7967-6, S. 301 (google.de).
  4. ↑ J. Gordon Melton: Encyclopedic Handbook of Cults in America. Garland Publishing, New York City 1992, ISBN 978-0-8153-1140-9, S. 83.
  5. ↑ Gary Mink: The Holy Name Bible. In: SacredName.com. 28. Dezember 2001, abgerufen am 4. April 2023.
  6. ↑ Peter Unseth: Sacred Name Bible translations in English: a fast-growing phenomenon. In: The Bible Translator. Band 62, Nr. 3, 2011, S. 185–194.