Saewa Dupka

Saewa Dupka
Weg durch die Höhle
Weg durch die Höhle
Weg durch die Höhle
Lage: Oblast Lowetsch, Bulgarien
Höhe: 520 m
Geographische
Lage:
43° 2′ 49,2″ N, 24° 11′ 10″ OKoordinaten: 43° 2′ 49,2″ N, 24° 11′ 10″ O
Saewa Dupka (Bulgarien)
Saewa Dupka (Bulgarien)
Katasternummer 1185
Typ Karsthöhle
Schauhöhle seit 1967
Gesamtlänge 210 m
Niveaudifferenz 40 m

Saewa Dupka (bulgarisch Съева дупка) ist eine Schauhöhle in der Nähe der Gemeinde Jablaniza im Oblast Lowetsch, Bulgarien. Benannt wurde sie nach den Brüdern Sejo (bulgarisch Сейо) und Saju (bulgarisch Съю), die sich während der osmanischen Herrschaft Bulgariens in der Höhle versteckten.

Beschreibung

Die Höhle hat eine Länge von 210 m und enthält eine Vielzahl an Speläothemen, darunter Stalaktiten, Stalagmiten, Sinterfahnen und Excentriques. Der größte Stalaktit der Höhle hat einen Umfang von 60 m.

Vom Höhleneingang führt eine Treppe hinab in die Kupena, die erste der fünf Kammern der Höhle. Sie ist nach einer Tropfsteinformation benannt, die an einen Heuhaufen erinnert. In der folgenden Kammer namens Srutishte gibt es zahlreiche abgebrochene Stalaktiten und Stalagmiten, die vermutlich durch ein Erdbeben im Jahr 1893 beschädigt wurden. Sie ist die größte Kammer der Höhle. Die dritte Kammer namens Haramana hat eine Länge von 60 m und verfügt über eine gute Akustik. In ihr wurden zahlreiche Konzerte veranstaltet, darunter Auftritte des Kinderchors des Bulgarischen Nationalen Hörfunks und von Lili Ivanova. Die beiden weiteren Kammern heißen Belya Zamak und Kosmos, welche das Ende der Höhle bilden. Die Höhle diente auch als Drehort mehrerer Filme.

Geschichte

Die Höhle wurde 1883 erstmals vom Naturwissenschaftler und Geologen Georgi Slatarski erforscht und 1893 von den Gebrüdern Karel und Herman Škorpil untersucht. Die erste späleologische Erforschung erfolgte im August 1932, die Vermessung 1935. Am 10. Oktober 1962 wurde die Höhle zu einem Naturdenkmal erklärt. Drei Jahre später wurde die Höhle als Schauhöhle der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 1968 untersuchte der Geomorphologe Wladimir Jordanow Popow von der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften die Höhle. Im Jahre 1990 wurde die Schauhöhle zunächst geschlossen, wonach sie 1996 durch Vandalismus beschädigt wurde. Nach einer Renovierung wurde die Schauhöhle 2004 wieder eröffnet. Bei der Erschließung der Höhle wurden Tierknochen, Keramik und römische Münzen gefunden. Auf den Münzen soll der römische Kaiser Antoninus abgebildet sein.

Biologie

In der Saewa Dupka werden acht der 33 in Bulgarien heimischen Fledermausarten regelmäßig gesichtet. Es handelt sich dabei um die Kleine und Große Hufeisennase, das Kleine und Große Mausohr, die Bechsteinfledermaus, Wimperfledermaus, Fransenfledermaus und die Wasserfledermaus.

Commons: Saewa Dupka – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ kazbaeva: “Saeva Dupka” cave – World of Roads. In: worldofroads.com. 26. März 2025, abgerufen am 17. September 2026 (englisch).
  2. ↑ Съева дупка : Пещерите в България. In: caves.4at.info. Abgerufen am 2. Oktober 2026 (bulgarisch).
  3. 1 2 3 Jochen Duckeck: Show Caves of Bulgaria: Sueva Dupka. In: showcaves.com. Abgerufen am 2. Oktober 2026 (englisch).
  4. ↑ Höhle Saeva Dupka - Visit Bulgaria. In: visitbulgaria.com. 8. April 2020, abgerufen am 2. Oktober 2026.
  5. ↑ HK8A6240.jpg. In: worldofroads.com. Abgerufen am 18. September 2026.