| Samkaup hf. | |
|---|---|
| Rechtsform | Hlutafélag |
| Gründung | 1999 |
| Sitz | Kópavogur, |
| Leitung | Auður Danielsdottir (CEO) |
| Mitarbeiterzahl | 1500 (Stand: Januar 2026) |
| Umsatz | 42,3 Mrd. ISK (Stand: 2023) |
| Branche | Lebensmitteleinzelhandel |
| Website | samkaup.is |
Samkaup hf. ist ein isländisches Handelsunternehmen mit Sitz in Kópavogur und Tochtergesellschaft der Drangar ehf. Das Unternehmen wurde 1999 gegründet und betreibt Supermärkte und Discounter unter verschiedenen Vertriebslinien. Mit Stand Januar 2026 betrieb man landesweit 65 Filialen und beschäftigte 1.500 Mitarbeiter. Samkaup ist der einzige isländische Lebensmitteleinzelhändler, der in allen Landesteilen vertreten ist.
Das Unternehmen Samkaup hf. wurde am 1. Januar 1999 von der Genossenschaft Kaupfélag Suðurnesja gegründet. Der Name geht auf einen 1982 eröffneten Verbrauchermarkt gleichen Namens in Njarðvík zurück. Sie übernahm sämtliche Handelsgeschäfte und die Fleischerei Kjötsels der Genossenschaft. Ende 2000 wurde die Fusion von Samkaup und Matbær verkündet. Anteilseigner waren die Kaupfélag Eyfirðinga (kurz KEA) und Kaupfélag Suðurnesja. Die Fusion wurde zum 15. November 2001 vollzogen. Fortan bestanden landesweit 24 Filialen der Ketten Nettó, Úrval, Samkaup, Sparkaup, Strax und Kaskó. Sparkaup, eine Tochtergesellschaft von Kaupfélag Suðurnesja, erwarb 2003 die KEA-Anteile an Samkaup. Mitte 2004 fusionierte KB Borgarnes mit Samkaup. Ende 2004 wurde dann die Fusion zwischen Samkaup und Sparkaup bekannt. 2005 wurde das Erscheinungsbild der Geschäfte geschärft. Die Märkte wurden je nach Produktauswahl und Preisniveau in Samkaup Úrval, Nettó, Kaskó und Samkaup Strax unterteilt und z. T. umbenannt. Im Februar 2009 übernahm man sämtliche Einzelhandelstätigkeit der insolventen Genossenschaft Kaupfélag Héraðsbúa. Da die Geschäfte bereits unter Samkaup-Vertriebslinien flaggten, konnte die Übernahme und der Weiterbetrieb schnell erfolgen.
Der Marktanteil Samkaups belief sich 2010 auf 16 %. Dabei waren die Unterschiede in Reykjavík (5 %) und außerhalb der Stadt (35 %) signifikant. Für das Geschäftsjahr 2014 wurde ein Umsatz von fast 22,1 Milliarden isländischen Kronen und ein Gewinn von fast 278 Millionen isländischen Kronen vermeldet. Es bestanden 47 Filialen, die sich auf landesweit 33 Standorte konzentrierten. Im November 2016 zählte man landesweit rund 50 Filialen. Das Unternehmen beschäftigte damals 900 Mitarbeiter, davon 500 in Vollzeit. Für ein Wachstum sorgte die Übernahme von einem Dutzend Filialen vom Unternehmen Baskó im November 2018. Es handelte sich dabei vor allem um Geschäfte der Kette 10–11 in der Hauptstadtregion, aber auch um einen Teil der Iceland-Filialen. Bereits 2010 gab es Gerüchte einer Übernahme von 10–11 durch Samkaup. Samkaup konnte im Mai 2021 einen Marktanteil von rund 20 % vermelden. 2023 konnte bei einem Umsatz von 42,3 Milliarden isländischen Kronen ein Gewinn von 268 Millionen isländischen Kronen erwirtschaftet werden. Anfang Mai 2025 wurde die rechtliche Fusion von Samkaup mit dem Unternehmen Heimkaup von den Wettbewerbsbehörden bewilligt. Vorausgegangen war eine Mitte Dezember 2024 unterzeichnete Vereinbarung zur Fusion der beiden Unternehmen sowie Orkan. Mitte Juli 2025 konnte dann die Übernahme von Samkaup durch Orkan abgeschlossen werden. Die Tätigkeiten des entstandenen Konzerns, wurden in einer neu gegründeten Holdinggesellschaft namens Drangar ehf. gebündelt, Samkaup wurde zu einer Tochtergesellschaft. Hauptaktionärin von Drangar ehf. ist Skeljungur hf. (kurz SKEL) mit 68,3 %. Orkan und Heimkaup waren vor der Fusion bereits Tochtergesellschaften von SKEL. Nachdem man die eigenständigen Iceland-Filialen komplett aufgab, eröffnete im Februar 2026 der erste Shop-in-Shop von Iceland in einem Nettó-Markt.
Die Wurzeln der Genossenschaft liegen im Jahr 1935, als die Beschaffungsgenossenschaft Verkalýðs- og Sjómannafélags Keflavíkur gegründet wurde. Zehn Jahre später, genauer am 13. August 1945 wurde die Genossenschaft unter ihrem heutigen Namen gegründet. 1947 vereinte sich Grindavíkurdeild KRON mit der Genossenschaft. Grindavíkurdeild KRON war eine Abteilung des Dachverbands KRON. Wachstum wurde u. a. durch Zukäufe und Expansionen gewährleistet. So wurde 1955 Hraðfrystihús Keflavíkur übernommen, man stieg in Fischerei/Ökonomie ein. Ein Jahr später wurde in Reykjanesbær am 15. September 1956 der erste Supermarkt eröffnet. 1958 konnte die Schlachtung in Grindavík übernommen werden. Mit Kaupfélaginu Bjarma in Njarðvík wurde 1961 weiteres Eigentum übernommen. So auch 1976, als Kaupfélags Ingólfs in Sandgerði übernommen wurde. Drei Jahre später gründete man in Garður eine neue Abteilung, 1993 in Hafnarfjörður.
Wichtige Meilensteine im Handelsgeschäft waren neben der ersten Supermarkt-Eröffnung 1956 die Umwandlung des Marktes 1976 in einen Discounter, die Eröffnung des Großmarktes 1982 sowie die Gründung der Discountkette Kaskó ab 1994.
Die Genossenschaft, die Samkaup zum 1. Januar 1999 gründete, hielt Ende 2014 insgesamt 62,1 % der Anteile am Unternehmen.

Die Kette 10–11 gehört seit dem Zusammenschluss von Heimkaup und Samkaup im Mai 2025 zum Unternehmen. Heimkaup übernahm im September 2019 die Kette, als SKEL sämtliche Anteile am Unternehmen Baskó ehf. kaufte, das die Kette zuvor betrieb. Im Juli 2026 bestanden landesweit drei Filialen. Bis Ende 2027 sollen alle Filialen der Kette auf Spar umgeflaggt werden.

Seit November 2016 betreibt Samkaup Filialen unter dem Namen Kjörbúðin. Es handelt sich dabei um umgeflaggte Filialen der beiden ehemaligen Vertriebslinien Samkaup strax und Samkaup úrval. Die bestehenden Filialen wurden nach und nach umgeflaggt. Der erste Markt wurde am 4. November 2016 in Sandgerði eröffnet. Anfang September 2021 begann in drei Filialen von Kjörbúðin und Krambúðin der Verkauf von freiverkäuflichen Arzneimitteln. Im Juni 2024 war Kjörbúðin die Lebensmittelkette auf Island, die die meisten Filialen außerhalb der Hauptstadtregion aufwies. Bis Ende 2027 sollen alle Filialen der Kette auf Spar umgeflaggt werden.

Unter der Marke Krambúðin treten vor allem Convenience-Stores in Erscheinung. Ende September 2021 begann in drei Filialen von Kjörbúðin und Krambúðin der Verkauf von freiverkäuflichen Arzneimitteln. Eine Partnerschaft zwischen Wolt und Krambúðin besteht seit Mai 2024. Seitdem sich können Kunden ihre Einkäufe nach Hause liefern lassen. Bis Ende 2027 sollen alle Filialen der Kette auf Spar umgeflaggt werden.

1989 eröffnete die erste Nettó-Filiale. Durch die Fusion von Samkaup und Matbær gehört die Discountkette seit dem 15. November 2001 zu Samkaup. 2010 hatte Nettó einen landesweiten Marktanteil von 7 %. Sie war damals die Kette im Unternehmen mit dem höchsten Marktanteil. Seit 2017 können Kunden in einem Onlineshop Artikel zu den gleichen Preisen wie in 14 Filialen zu kaufen.
Am 17. August 2024 eröffnete Heimkaup der erste Discountmarkt der neuen Kette Prís. Im Rahmen der Fusion zwischen Heimkaup und Samkaup wurde Prís zu einer Vertriebslinie von Samkaup. Zum Ausbau des Filialnetzes sind auch einzelne Umflaggungen von Nettó auf Prís vorgesehen.

Im Februar 2026 wurde die Unterzeichnung einer Lizenzvereinbarung zwischen der Holdinggesellschaft Drangar ehf. und der Spar International bekannt, die den Eintritt Spars nach Island bedeutet. Am 6. Juni 2026 um 12:00 Uhr eröffneten die ersten beiden Filialen, eine in Reykjavík, die andere in Hafnarfjörður. Bis Ende 2027 sollen alle Filialen der Ketten Kjörbúðin, Krambúðin und 10–11 auf Spar umgeflaggt werden.

Durch die Übernahme von einzelnen Filialen des Unternehmens Baskó kamen 2018 auch Filialen der Kette Iceland in das Portfolio von Samkaup. Die erste Iceland-Filiale Islands eröffnete 2012. Ende Juni 2023 gab man offiziell die Aufgabe der eigenständigen Filialen bekannt und kündigte die Umwandlung in Nettó-Filialen an. Eine der Filialen wurde als Krambúðin wiederöffnet und flaggt inzwischen als Spar-Markt. Die Produkte der gleichnamigen Handelsmarke waren von dem Rebranding nicht betroffen.

Am 7. Januar 1994 eröffnete in Keflavik der erste Kaskó-Markt als Discounter. Februar 2003 wurde in den Medien erstmals über die geplante Eröffnung eines Kaskó-Marktes in Reykjavík oder Umgebung berichtet. 2005 bestanden drei Filialen, eine davon in Reykjavík, eine in Husavík und eine in Keflavik. 2010 bestanden noch die zwei Filialen in Husavík und in Keflavík fort. Der Markt in Keflavík wurde im Mai 2016 auf Nettó umgeflaggt. Kaskó besteht heute nicht mehr fort.

Am 18. November 1982 eröffnet der Njarðvík ein Verbrauchermarkt unter dem Namen Samkaup, 1994 folgte in Ísafjörður eine weitere Filiale. Im Juli 2001 bestanden landesweit sechs Standorte.

Samkaup strax und Samkaup úrval wurden 2005 von Samkaup eingeführt, als das Erscheinungsbild der Geschäfte geschärft wurde. Samkaup strax wurde dabei für kleinflächige Märkte genutzt, die ein kleineres Sortiment anboten. Samkaup úrval kam bei größeren Filialen mit einem breiteren Sortiment in Einsatz. 2010 hatte Samkaup úrval einen landesweiten Marktanteil von 5 %. Beide Vertriebslinien wurden nach einer landesweit erfolgten Umfrage von 4.000 Samkaup-Kunden ab November 2016 zugunsten der damals neuen Kette Kjörbúðin aufgegeben. Die Umflaggung der Märkte erfolgte ab diesem Zeitpunkt und sollte in einigen Monaten abgeschlossen sein.

Als Sparkaup flaggte ab 1976 ein erster Discounter in Reykjanesbær. Der Standort eröffnete als Supermarkt dabei bereits am 15. September 1956. Im Juli 2001 bestanden landesweit zehn Standorte. Die Kette fusionierte Ende 2004 mit Samkaup. 2005 wurde der Name zugunsten von Samkaup strax aufgegeben.
Unternehmensweit werden verschiedene Handelsketten geführt. So sind bei Nettó importierte Marken der Coop Trading zu finden (Änglamark, Coop, Xtra), die auch bei der Coop Norwegen, Coop in Schweden sowie Märkten der Coop Dänemark und der S-Gruppe in Finnland verkauft werden. Darüber hinaus führen Nettó, Krambúðin und Kjörbúðin Produkte der ursprünglich aus dem Vereinigten Königreich stammenden Supermarktkette Iceland. Zum Start von Spar in Island wurden im Juli 2026 bereits 300 Handelsmarkenartikel unter dem Namen Spar angeboten.