Liekefett war Sohn des Guttauer Pfarrers Ludwig Liekefett. Er absolvierte das Gymnasium in Bautzen und widmete sich anschließend dem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Leipzig. Das Studium schloss er mit dem juristischen Bakkalaureusgrad ab.
Liekefett unterrichtete über 50 Jahre als Privatdozent an der Universität in Leipzig. Sein Hauptwerk ist ein Kommentar zu den Pandekten. Weiter ist über sein Leben nicht viel bekannt.
Werke (Auswahl)
Handbuch des Bürgerlichen Rechts in Teutschland: zum Gebrauch für Studierende, Advokaten, Beysitzer in niedern Gerichten, Geistliche, Aerzte, Schullehrer, Kaufleute, Künstler und Wirtschaftsverständige, 7 Bände, Böhme, Leipzig 1789–1791.
Geschichte des römischen, canonischen und teutschen Rechts zu Vorlesungen, Böhme, Leipzig 1791.
Vollständige Erläuterung des gemeinen Teutschen und Sächsischen Processes, 4 Bände, Böhme, Leipzig 1793–1794.
Kurze theoretisch-praktische Erläuterung der Pandekten nach dem Hellfeldischen Lehrbuch: mit Rüksicht auf die Abweichungen der Königl. Preußischen und Chursächsischen Gesetze, 15 Bände, Rabenhorst, Leipzig 1797–1804.
Literatur
Samuel Gottfried Liekefett. In: Neuer Nekrolog der Deutschen, 5. Jahrgang auf das Jahr 1827, 1. Theil, Voigt, Ilmenau 1829, S. 225.
Friedrich Theodor Richter: Jahrbüchlein zur Geschichte Leipzigs und Kalender zu den Gedenktagen seiner merkwürdigsten Einwohner, Klinkhardt, Leipzig 1863, S. 86.