Sanaa Manuskripte

Vorderseite (recto) des Blattes Stanford ’07. Der obere Text umfasst die Verse 265–271 der Sure 2 (al-Baqara).

Das Palimpsest von Sanaa (auch Ṣanʿāʾ 1 oder DAM 01-27.1) ist eine der ältesten erhaltenen Koranhandschriften. Die Handschrift gehört zu einem umfangreichen Bestand an Koran- und anderen Fragmenten, der 1972 bei Restaurierungsarbeiten an der Großen Moschee von Sanaa im Jemen entdeckt wurde. 1981 wurde sie als Palimpsest erkannt: Das Pergament trägt zwei Textschichten. Der obere Text entspricht im Wortlaut und in der Standardreihenfolge der Suren weitgehend dem uthmanischen Koran, während der untere Text viele Abweichungen vom Standardtext aufweist und seine Surenfolge keiner bekannten koranischen Anordnung entspricht.

Eine teilweise Rekonstruktion des unteren Textes wurde 2012 veröffentlicht. 2017 folgte eine Rekonstruktion der lesbaren Teile des unteren und des oberen Textes der 38 Blätter im Haus der Handschriften (Dār al-Maḫṭūṭāt) in Sanaa, die auf digital nachbearbeiteten Aufnahmen des unteren Textes beruht. Eine Radiokarbonanalyse datiert das Pergament eines der abgetrennten, auf einer Auktion verkauften Blätter – und damit auch dessen unteren Text – mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 % in die Zeit zwischen 578 und 669 n. Chr. Die frühesten Blätter wurden in drei Labors untersucht und auf 388–535 n. Chr. datiert. Andere Blätter weisen ähnlich frühe Datierungen auf.

Geschichte

Entdeckung

1972 stießen Bauarbeiter bei der Renovierung einer Mauer im Dachgeschoss der Großen Moschee von Sanaa in der damaligen Jemenitischen Arabischen Republik auf große Mengen alter Handschriften und Pergamente, von denen viele beschädigt waren. Ohne ihre Bedeutung zu erkennen, sammelten die Arbeiter die Dokumente ein, packten sie in etwa zwanzig Kartoffelsäcke und ließen sie auf der Treppe eines der Minarette der Moschee liegen.

Qāḍī Ismāʿīl ibn ʿAlī al-Akwaʿ, der damalige Präsident der jemenitischen Altertumsbehörde, erkannte die mögliche Bedeutung des Fundes. Er bemühte sich um internationale Unterstützung für die Untersuchung und Konservierung der Fragmente und konnte 1979 einen deutschen Gastwissenschaftler gewinnen, der wiederum die bundesdeutsche Regierung dazu bewog, ein Restaurierungsprojekt zu organisieren und zu finanzieren. Die erhaltenen Fragmente umfassen koranisches und nichtkoranisches Material.

Das Restaurierungsprojekt

Die Restaurierung der Fragmente begann 1980 unter der Aufsicht der jemenitischen Altertumsbehörde und wurde von der Kulturabteilung des Auswärtigen Amtes finanziert. Der Fund umfasst rund 12.000 Pergamentfragmente mit Korantext. Bis auf 1500–2000 Fragmente waren sie 1997 insgesamt 926 verschiedenen Koranhandschriften zugeordnet. Keine dieser Handschriften ist vollständig erhalten, von vielen sind nur wenige Blätter vorhanden. Albrecht Noth (Universität Hamburg) war Leiter des Projekts. Die Arbeiten vor Ort begannen 1981 und dauerten bis Ende 1989, als das Projekt mit dem Auslaufen der Finanzierung endete. Gerd-Rüdiger Puin (Universität des Saarlandes) leitete das Projekt ab 1981 vor Ort. Sein Engagement endete 1985, als Hans-Caspar Graf von Bothmer (Universität des Saarlandes) die örtliche Leitung übernahm. Bothmer verließ Sanaa im folgenden Jahr, leitete das Projekt aber von Deutschland aus weiter und reiste fast jedes Jahr nach Sanaa.

Ab 1982 war Ursula Dreibholz als Restauratorin für das Projekt tätig und arbeitete bis Ende 1989 in Vollzeit in Sanaa. Sie schloss die Restaurierung der Handschriften ab, entwarf die dauerhafte Aufbewahrung, fügte viele Pergamentfragmente zusammen, um die einzelnen Koranhandschriften zu identifizieren, und leitete das jemenitische Personal an. Die Handschriften befinden sich heute im Haus der Handschriften (Dār al-Maḫṭūṭāt, DAM) in Sanaa. Nach 1989 besuchte Bothmer die Sammlung in regelmäßigen Abständen. Im Winter 1996/97 verfilmte er alle Pergamentfragmente, die bestimmten Koranhandschriften zugeordnet werden konnten, auf Mikrofilm. Von den verbleibenden 1500–2000 Fragmenten verfilmte er eine Gruppe von 280. Die Mikrofilme sind im Haus der Handschriften in Sanaa zugänglich. Eine Auswahl von 651 Abbildungen von Fragmenten aus dem Fund von Sanaa – darunter mehrere aus DAM 01-27.1 – wurde im Rahmen des UNESCO-Programms „Memory of the World“ auf einer CD-ROM veröffentlicht.

Das Palimpsest von Sanaa erhielt die Katalognummer DAM 01-27.1. Sie bezeichnet eine Handschrift mit wechselnder Zeilenzahl pro Seite („01“), einer Zeilenlänge von etwa 27 cm und der laufenden Nummer „1“. Bis 2015 wurden etwa 38 Blattfragmente identifiziert, die wahrscheinlich zu dieser Handschrift gehören. Ab 2007 fertigte ein italienisch-französisches Team unter der Leitung von Sergio Noja Noseda und Christian Robin neue hochauflösende Digitalaufnahmen von DAM 01-27.1 (und anderen ausgewählten Handschriften des Bestands) sowohl unter natürlichem als auch unter ultraviolettem Licht an. Alba Fedeli hat diese Aufnahmen seitdem umfangreich computergestützt nachbearbeitet, um oberen und unteren Text voneinander zu trennen. Die hochauflösenden Aufnahmen bilden die Grundlage der Editionen von Sadeghi und Goudarzi sowie von Asma Hilali.

Inhalt der Handschrift

Die Handschrift ist ein Palimpsest: Das Pergament wurde zunächst beschrieben (der „untere“ Text), dann wurde dieser Text getilgt und das Pergament ein zweites Mal beschrieben (der „obere“ Text); ein solcher Vorgang konnte sich bei demselben Pergament auch mehrfach wiederholen. Im Palimpsest von Sanaa sind sowohl der obere als auch der untere Text Koranabschriften in der frühen Hidschāzī-Schrift. Der obere Text bot offenbar ursprünglich den vollständigen Koran; ob das auch für den unteren Text galt, ist in der Forschung umstritten. Im Standardkoran sind die Suren ungefähr nach abnehmender Länge angeordnet. Ein fragmentarischer Koran, der dieser Standardreihenfolge folgt, kann daher in der Regel als ursprünglich vollständig gelten; für ein Fragment mit abweichender Surenfolge lässt sich das hingegen nicht annehmen.

Die aufgefundene Handschrift ist jedoch nicht vollständig. Etwa 82 Blätter wurden als mögliche Blätter mit dem oberen Text bestimmt; davon befinden sich 38 im jemenitischen Dār al-Maḫṭūṭāt (Haus der Handschriften) und vier in Privatsammlungen, nachdem sie im Ausland versteigert worden waren. Darüber hinaus wurden 2012 40 Palimpsestblätter, die in der Östlichen Bibliothek der Großen Moschee von Sanaa aufbewahrt werden und 2004 veröffentlicht worden waren, als wahrscheinlich abgetrennte Blätter des oberen Textes von DAM 01-27.1 erkannt. Viele der Blätter im Haus der Handschriften sind beschädigt und unvollständig; nur auf 28 von ihnen ist die obere Schrift lesbar, während die Blätter in Privatbesitz und in der Östlichen Bibliothek im Allgemeinen besser erhalten sind. Diese 82 Blätter umfassen etwa die Hälfte des Korans. Das Pergament ist von minderer Qualität; viele Blätter weisen Löcher auf, um die herum sowohl der obere als auch der untere Text geschrieben wurde. Berücksichtigt man jedoch Schriftgröße und Randbreite, so dürfte für eine vollständige Koranhandschrift dieser Art nicht weniger Tierhaut benötigt worden sein als für hochwertige Korane wie den Codex Parisino-petropolitanus (BnF Arabe 328(ab)).

Oberer Text

Der obere Text stimmt weitgehend mit dem Text überein, der dem heute gebräuchlichen Koran zugrunde liegt, und wird wahrscheinlich in die Zeit zwischen dem Ende des 7. und dem Beginn des 8. Jahrhunderts n. Chr. datiert. Asma Hilali legte eine vollständige Transkription des oberen Textes der 26 lesbaren Blätter im Haus der Handschriften vor. Sie fand darin 17 nicht-orthographische Varianten, also Lesarten, die vom „Standardtext“ des Korans in der Kairoer Ausgabe von 1924 abweichen. Fünf dieser 17 Varianten entsprechen bekannten Lesarten (qirāʾāt) der Koranüberlieferung.

Die Schriftdichte des oberen Textes schwankt von Seite zu Seite und auch innerhalb einer Seite, sodass eine Seite zwischen 18,5 und 37 Zeilen der Kairoer Standardausgabe enthält. Nach Abschluss der Abschrift wurde mehrfarbiger Schmuck hinzugefügt: Bänder, die die Suren voneinander trennen, sowie unterschiedlich gestaltete Markierungen für Abschnitte von 10, 50 und 100 Versen. Ein Großteil dieses Schmucks ist unvollendet. Außerdem enthielt der obere Text ursprünglich einzelne Verstrenner – teils gleichzeitig mit dem Text geschrieben, teils später eingefügt. Die Verszählung, die den mehrfarbigen Markierungen zugrunde liegt, stimmt nicht mit der Zählung der einzelnen Verstrenner überein; das deutet darauf hin, dass die mehrfarbigen Markierungen aus anderen Koranhandschriften übernommen wurden.

Unterer Text

Der erhaltene untere Text von 36 Blättern im Haus der Handschriften wurde zusammen mit dem unteren Text der im Ausland versteigerten Blätter im März 2012 in einem umfangreichen Aufsatz von Behnam Sadeghi (Professor für Islamwissenschaft an der Stanford University) und Mohsen Goudarzi (damals Doktorand an der Harvard University) veröffentlicht. Bereits 2010 hatte Sadeghi eine ausführliche Studie der vier im Ausland versteigerten Blätter vorgelegt und deren Varianten mit textkritischen Methoden untersucht. Auch Elisabeth Puin (Lehrbeauftragte an der Universität des Saarlandes), deren Ehemann bis 1985 örtlicher Leiter des Restaurierungsprojekts war, hat den unteren Text mehrerer Blätter in fünf aufeinanderfolgenden Veröffentlichungen transkribiert. Der untere Text der Palimpsestblätter in der Östlichen Bibliothek ist bislang weder untersucht noch veröffentlicht. Es ist nicht bekannt, wie viele dieser Blätter denselben unteren Text bezeugen wie die Blätter im Haus der Handschriften. Wahrscheinlich stammen aber die vier versteigerten Blätter (deren untere Texte untersucht wurden und offenbar denselben unteren Text bezeugen) aus diesem Teil der Handschrift und nicht aus DAM 01-27.1.

Der untere Text wurde getilgt und überschrieben. Wegen der Metallanteile in der Tinte ist er jedoch wieder hervorgetreten und erscheint heute in hellbrauner Farbe; unter ultraviolettem Licht lässt sich seine Lesbarkeit verbessern. Pergament war teuer und haltbar, daher war es üblich, die Schrift nicht mehr gebrauchter oder beschädigter Texte abzuschaben, um das Pergament wiederzuverwenden. Zwar sind weitere Fälle bekannt, in denen ausgemusterte Korane für andere Texte wiederverwendet wurden, doch gibt es nur wenige bekannte Beispiele dafür, dass ein neuer Koran auf wiederverwendetem Pergament geschrieben wurde – und alle diese Beispiele stammen vermutlich aus dem Fund von Sanaa. Die Wiederverwendung könnte in diesem Fall rein wirtschaftliche Gründe gehabt haben. Asma Hilali hat dagegen vorgeschlagen, dass sowohl der obere als auch der untere Text Merkmale von Schreibübungen im Unterricht aufweisen; dann wären Abschaben und Wiederverwendung zu erwarten gewesen. Nach einer anderen Erklärung machte die Vereinheitlichung des Korantextes unter ʿUthmān ibn ʿAffān um 650 n. Chr. einen davon abweichenden unteren Text überflüssig, der dann gemäß obrigkeitlichen Anweisungen getilgt wurde.

Stellenweise scheinen einzelne Lesarten des unteren Textes von einer anderen Hand korrigiert worden zu sein, um sie den entsprechenden Lesarten des Standardkorans anzugleichen. Elisabeth Puin bezeichnet diese Hand als „unteren Korrektor“ und nimmt an, dass diese Korrekturen vorgenommen wurden, bevor der gesamte untere Text abgeschabt oder abgewaschen wurde.

Obwohl die Suren des unteren Textes nicht der kanonischen Reihenfolge folgen und viele zusätzliche Wörter und Wendungen enthalten, bietet der erhaltene untere Text innerhalb der einzelnen Suren – mit nur zwei Ausnahmen – dieselben Verse wie der Standardkoran in genau derselben Reihenfolge. Die Ausnahmen betreffen Sure 20, in der nach Sadeghi und Goudarzi die Verse 31 und 32 vertauscht sind, und Sure 9, in der nach ihnen Vers 85 vollständig fehlt (keine dieser Passagen steht auf Blättern, die Asma Hilali als lesbar einstufte). Die folgende Tabelle zeigt einige der von Sadeghi und Goudarzi angegebenen Abweichungen zwischen dem unteren Text und dem Standardkoran; rot hervorgehoben sind die abweichenden Elemente.

Ausgewählte Abweichungen des unteren Textes vom Standardtext (nach Sadeghi/Goudarzi 2012)
Stelle Sichtbare Spuren Rekonstruktion Standardtext
Sure 2 (al-Baqara), Vers 191
Stanford-Blatt, recto, Z. 4, S. 44
ﺣ/ / ٮٯٮـ(ـلو) کمحَتّی يُقـٰتِلوکُمحَتَّىٰ يُقَـٰتِلُوكُمْ فِيهِ
Sure 2 (al-Baqara), Vers 191
Stanford-Blatt, recto, Z. 5, S. 44
د لک جز ا ا لکڡر ٮںذَٰلِکَ جَزاءُ الکـٰفِرينَكـذَٰلِكَ جَزَآءُ ٱلْكَـٰفِرِينَ
Sure 2 (al-Baqara), Vers 192
Stanford-Blatt, recto, Z. 5, S. 44
ا نتـ(ﻬ)ـﻮإنتَهَوانتَهَوا
Sure 2 (al-Baqara), Vers 193
Stanford-Blatt, recto, Z. 6, S. 44
حتاحَتّاحَتّی
Sure 2 (al-Baqara), Vers 193
Stanford-Blatt, recto, Z. 7, S. 44
و ٮکو ں ا لد ٮں کله ﻟ[ﻠ]ﻪو يَكُونَ الدِّينُ كُلُّهُ لِلَّـهِوَيَكُونَ ٱلدِّينُ لِلَّـهِ
Sure 2 (al-Baqara), Vers 194
Stanford-Blatt, recto, Z. 10, S. 44
و من اعتدیوَ مَنِ اعتَدَیفَــمَنِ ٱعْتَدَى
Sure 2 (al-Baqara), Vers 194
Stanford-Blatt, recto, Z. 11, S. 44
ڡا ﻋٮـ/ / وفاعتدوفَٱعْتَدُوا
Sure 2 (al-Baqara), Vers 194
Stanford-Blatt, recto, Z. 11, S. 44
ما اعتد ی علٮكم ٮهمَا اعتَدَی عَلَيكُم بِهمَا ٱعْتَدَىٰ عَلَيْكُمْ
Sure 2 (al-Baqara), Vers 196
Stanford-Blatt, recto, Z. 17, S. 44
ڡـﻤ// تٮسر مں ا لهد یفَما تَيَسَّر مِن الهَدیفما استَيسَرَ مِنَ ٱلْهَدْىِ
Sure 2 (al-Baqara), Vers 196
Stanford-Blatt, recto, Z. 17, S. 44
و لا تحلٯو اوَلَا تَحلِقُواوَلَا تَحْلِقُوا رُءُوسَكُمْ
Sure 2 (al-Baqara), Vers 196
Stanford-Blatt, recto, Z. 18, S. 44
ڡا ﮞ كا ﮞ ا حد ﻣٮكمفَإن كان أحَدٌ مِنكُمفَمَن كَانَ مِنكُم
Sure 2 (al-Baqara), Vers 196
Stanford-Blatt, recto, Z. 19, S. 45
ڡد ٮهفِديَةٌفَـفِديَةٌ
Sure 2 (al-Baqara), Vers 196
Stanford-Blatt, recto, Z. 20, S. 45
مں صٮم او نسکمِن صِيٰمٍ أَو نُسُكٍمِن صِيَامٍ أَوْ صَدَقَةٍ أَوْ نُسُكٍ
Sure 2 (al-Baqara), Vers 209
Blatt David 86/2003, recto, Z. 5, S. 46
مں [ٮـ]ﻌﺪ (ما ﺣ)ﺎ کم ا ﻟ(ﻬد) [ی]؛مِّن بَعْدِ مَا جَآءَكُمُ ٱلْهُدَىٰمِّن بَعْدِ مَا جَآءَتْكُمُ ٱلْبَيِّنَـٰتُ
Sure 2 (al-Baqara), Vers 210
Blatt David 86/2003, recto, Z. 6, S. 46
هل ٮـ//ـﻄﺮ (و ﮞ) ا لا ا ﮞ (ٮـ)ﺎ ٮـ(ـٮـ)ﮑﻢ ا ﻟﻠﻪهَلْ تَنظُرُونَ إِلَّا أَن يَأْتِيَكُمُ ٱللَّـهُهَلْ يَنظُرُونَ إِلَّا أَن يَأْتِيَهُمُ ٱللَّـهُ
Sure 2 (al-Baqara), Vers 211
Blatt David 86/2003, recto, Z. 9, S. 46
ا لعڡٮٱلْعِقٰبِٱلْعِقَابِ
Sure 2 (al-Baqara), Vers 213
Blatt David 86/2003, recto, Z. 12, S. 46
ڡﺎ // (ﺳ)ـﻞ ا لـلـهفَــأَرسَلَ اللهُفَـــبَعَثَ ٱللَّـهُ
Sure 2 (al-Baqara), Vers 213
Blatt David 86/2003, recto, Z. 13, S. 46
ﻟ(ـٮـحکمو ا ٮـ)ـٮں ا لٮا سلِــيَحْكُمُوا بَيْنَ ٱلنَّاسِلِــيَحْكُمَ بَيْنَ ٱلنَّاسِ
Sure 2 (al-Baqara), Vers 213
Blatt David 86/2003, recto, Z. 15, S. 46
ا ﻟٮـ(ـٮـٮـ)ـٮتٱلْبَيِّنَٮٰتُٱلْبَيِّنَـٰتُ بَغْيًا بَيْنَهُمْ
Sure 2 (al-Baqara), Vers 214
Blatt David 86/2003, recto, Z. 17, S. 46
ا (ﺣﺴ)ـٮٮمأَ حَسِبْتُمْأَمْ حَسِبْتُمْ
Sure 2 (al-Baqara), Vers 214
Blatt David 86/2003, recto, Z. 17, S. 46
ا ﻟ[ـﺪ ٮں] (ﻣ)ـﮟ [ٯٮـ]ـلکمٱلَّذِينَ مِن قَبْلِكُمٱلَّذِينَ خَلَوْا۟ مِن قَبْلِكُم
Sure 2 (al-Baqara), Vers 214
Blatt David 86/2003, recto, Z. 18, S. 47
ا لٮساٱلْبَٔسَاءُٱلْبَأْسَاءُ
Sure 2 (al-Baqara), Vers 215
Blatt David 86/2003, recto, Z. 20, S. 47
ٮـ(ـسا) لو ٮکيَسْأَلُونَكَيَسْـَٔلُونَكَ
Sure 2 (al-Baqara), Vers 217
Blatt David 86/2003, recto, Z. 25, S. 47
عں ا ﻟ(ﺴ)ﻬﺮ ا لحر (م) [و] ﻋ(ـں) ٯٮل ڡـ[ـٮـ]ﻪعَنِ ٱلشَّهْرِ ٱلْحَرَامِ وَعَن قِتَالٍ فِيهِعَنِ ٱلشَّهْرِ ٱلْحَرَامِ قِتَالٍ فِيهِ

Literatur

Commons: Sanaa manuscript – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Manfred Leber: Saarbrücker Islamwissenschaftler: „Etwa ein Fünftel des Koran muss neu gelesen werden!“ Pressemitteilung der Universität des Saarlandes, Informationsdienst Wissenschaft, 8. Dezember 1999, abgerufen am 29. Mai 2024.
  2. 1 2 3 4 5 Behnam Sadeghi, Mohsen Goudarzi: Ṣanʿāʾ 1 and the Origins of the Qurʾān. In: Der Islam. Band 87, Nr. 1–2, 2012, S. 1–129, doi:10.1515/islam-2011-0025.
  3. 1 2 3 Asma Hilali: The Sanaa Palimpsest. The Transmission of the Qur’an in the First Centuries AH (= Qur’anic Studies Series.). Oxford University Press / Institute of Ismaili Studies, Oxford 2017, ISBN 978-0-19-879379-3.
  4. 1 2 3 4 5 Behnam Sadeghi, Uwe Bergmann: The Codex of a Companion of the Prophet and the Qurʾān of the Prophet. In: Arabica. Band 57, Nr. 4, 2010, S. 343–436, doi:10.1163/157005810X504518.
  5. ↑ Die Datierung 388–535 n. Chr. bezieht sich auf eine Radiokarbonmessung eines Pergamentblattes (DAM 01-27.1, Folio 13, Sure 21:72). Sie stammt aus dem Labor in Lyon. Weitere Messungen ergaben unter anderem: – Folio 2: 543–643 n. Chr. – Folio 11: 433–599 n. Chr. – Folio 13: 388–535 n. Chr. Die Daten beziehen sich auf das Pergamentmaterial, nicht unmittelbar auf den Zeitpunkt der Niederschrift; das Tier konnte lange vor der Beschriftung gelebt haben. Stephen J. Shoemaker: Creating the Qur’an. A Historical-Critical Study. University of California Press, Oakland, California 2022, ISBN 978-0-520-38903-8, doi:10.1525/luminos.128 (englisch).
  6. 1 2 Literaturverzeichnis Ursula Dreibholz. Islam-Akademie (Serdar Aslan, Wetzlar), abgerufen am 30. Mai 2024.
  7. ↑ Warum sind die Koranfunde von Sanaa wichtig? Islam-IST (Violence Prevention Network gGmbH, Berlin), abgerufen am 30. Mai 2024.
  8. ↑ Toby Lester: What Is the Koran? In: The Atlantic Monthly. Januar 1999, abgerufen am 30. Mai 2024.
  9. ↑ François Déroche: The Written Transmission of the Qurʾan in Ḥijāzī Script. A General Appraisal. In: Qur’ans of the Umayyads. S. 37–73, abgerufen am 30. Oktober 2026 (englisch).
  10. ↑ Nach der kodikologische Rekonstruktion von Éléonore Cellardkönnte auch der untere Text ursprünglich einen vollständigen Koran dargestellt haben. Éléonore Cellard: The Ṣanʿāʾ Palimpsest: Materializing the Codices, Journal of Near Eastern Studies 80 (2021)
  11. 1 2 Hamdoun 2004.
  12. ↑ Sadeghi, Goudarzi: Ṣanʿāʾ 1 and the Origins of the Qurʾān. 2012, S. 37.
  13. ↑ The Codex Parisino-Petropolitanus, One of the Oldest Surviving Manuscripts of the Qur'an (Circa 675 CE to 750 CE). In: historyofinformation.com. Jeremy M. Norman, 24. Oktober 2026, abgerufen am 30. Oktober 2026.
  14. ↑ Sadeghi, Goudarzi: Ṣanʿāʾ 1 and the Origins of the Qurʾān. 2012, S. 7.
  15. ↑ Elisabeth Puin: Ein früher Koranpalimpsest aus Ṣanʿāʾ (DAM 01-27.1). 2008.
  16. ↑ Elisabeth Puin: Ein früher Koranpalimpsest aus Ṣanʿāʾ (DAM 01-27.1). Teil II. 2009.
  17. ↑ Elisabeth Puin: Ein früher Koranpalimpsest aus Ṣanʿāʾ (DAM 01-27.1). Teil III. 2010.
  18. ↑ Elisabeth Puin: Ein früher Koranpalimpsest aus Ṣanʿāʾ (DAM 01-27.1). Teil IV. 2011.
  19. ↑ Sadeghi, Goudarzi: Ṣanʿāʾ 1 and the Origins of the Qurʾān. 2012, S. 27.
  20. ↑ Sadeghi, Goudarzi: Ṣanʿāʾ 1 and the Origins of the Qurʾān. 2012, S. 41–129.